• 30.07.2004, 11:32:01
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  • OTS0071 OTW0071

Beamte im Strafvollzug leisten bestmögliche Arbeit

"Thema" - Beitrag löste große Empörung aus

Wien (OTS) - Der Beitrag in der Sendung THEMA vom 19. Juli 2004
führte in den österreichischen Justizanstalten zu einer großen
Empörung aller Vollzugsbediensteten, welche wieder als Wärter
bezeichnet wurden (in Tierheimen bzw. Tiergärten gibt es nur mehr
Pfleger). Dazu kommt, dass es sicher nicht der journalistischen
Sorgfaltspflicht entspricht, wenn die Aussagen eines einzigen
Häftlings (wahrscheinlich gegen Entgelt) zur einzigen Wahrheit
erhoben werden.

Bei diesen Aussagen wurden nicht nur die ca. 3.000 Exekutivbeamten
als Schläger, Sadisten und Alkoholiker diskriminiert, sondern auch
den etwa 600 Sonderdiensten wie Fachärzten, Ärzten, Psychologen,
Psychiatern, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Krankenpflegern,
Therapeuten, Lehrern u.a. indirekt unterstellt, all diese "Vorfälle"
zu tolerieren bzw. zu decken.

Alle im Strafvollzug tätigen Beamten und Vertragsbediensteten sind
mit vollem Einsatz, höchstem Engagement und bestmöglicher Ausbildung
bei ihrer Arbeit, sonst wäre es nicht möglich mit weniger Planstellen
(seit 1995 permanent sinkend) die laufend steigende Anzahl von
Insassen (dzt. ca. 8.400) bestmöglich zu betreuen und auch das
Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zu erfüllen.

Dass ein Aufenthalt in überfüllten Justizanstalten und das
Zusammenleben von Personen mit mehr als 100 verschiedenen
Nationalitäten nicht immer friktionsfrei sein kann erscheint
einleuchtend, wenn dazu noch kommt, dass die gesetzlichen
Bestimmungen wie Strafvollzugsgesetz, Jugendgerichtsgesetz,
Suchtgiftgesetz, Vollzugsordnung u.a. einzuhalten und notfalls
durchzusetzen sind.

Der Bericht der internationalen Kommission gegen Folter, erstellt
2004, stellt dem österreichischen Strafvollzug das beste Zeugnis
aus. Solche Fakten passen natürlich nicht in einen tendenziösen
Bericht.

Es ist natürlich auch uns klar, dass es durch permanente
Überlastung der Vollzugsbediensteten vereinzelt zu Fehlleistungen
kommen kann, welche auch dokumentiert und verfolgt werden, gegen
unbewiesene Pauschalverdächtigungen treten wir jedoch auf.

Der Hinweis auf verletzte Aufsichtspflicht bei gelungenen
Selbstmorden von 3 Insassen in den letzten Jahren veranlasst zur
Frage, wo ist der Aufschrei des ORF und der übrigen Medien nach der
Schuldfrage, wenn in Österreich täglich mehr als 20 Menschen
Selbstmord begehen.

Als Vertreter der Fraktion christlicher Gewerkschafter und der
Kameradschaft der Exekutive sind wir von der ausgezeichneten Arbeit
der österreichischen Vollzugsbediensteten voll überzeugt, haben
nichts zu verbergen.

OTS0071    2004-07-30/11:32

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