• 30.07.2004, 09:58:14
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"Treffpunkt Kultur spezial" am 2. August live von den Salzburger Festspielen

"Der Rosenkavalier" vor Premiere, "Jedermann"-Stammwirt vor Pension und Regietheater vor Generationenwechsel

Wien (OTS) - Rund um die Salzburger Festspiele dreht sich der
"Treffpunkt Kultur spezial" am Montag, dem 2. August 2004: Live aus
Salzburg präsentiert Barbara Rett um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende
Themen:

1.000 Rosen: Angelika Kirchschlager als Octavian im Opernspektakel
"Der Rosenkavalier"

Mit geringen Erschütterungen muss gerechnet werden: Als Robert Carsen
vor vier Jahren Richard Strauss' "Die Frau ohne Schatten" an der
Wiener Staatsoper inszenierte, erlebte das Haus am Ring fast
tumultartige Publikumsreaktionen. Nun geht der Kanadier daran, bei
den Salzburger Festspielen den "Rosenkavalier" radikal zu
entschlacken. Da marschiert die k. u. k. Armee auf, und Angelika
Kirchschlager verkündete im Interview mit einer Wochenzeitschrift,
sie habe sich vom Regisseur den "letzten Rest weiblicher
Sentimentalität austreiben" lassen. Nicht nur was die mit der
Salzburgerin besetzte Rolle des Octavian betrifft, lässt sich die
Produktion luxuriös an: Adrianne Pieczonka singt die Marschallin,
Franz Hawlata gibt den Ochs auf Lerchenau, den Taktstock führt Semyon
Bychkov. Der Salzburger "Rosenkavalier" wird auch zum Großereignis im
Fernsehen: ORF 2 überträgt am Freitag, dem 6. August, um 18.50 Uhr
die Premiere live. "Treffpunkt Kultur" vergleicht die neue
Inszenierung mit legendären Salzburger "Rosenkavalieren".

"Jedermann"-Stammtisch Krimpelstätter: Eine gastronomische
Institution geht in Pension

Unter den Kastanien im schattigen Gastgarten labt sich die
Buhlschaft, der Tod plaudert lebhaft mit dem Wirt, und Regisseur
Christian Stückl genießt ein kühles Blondes. Die Festspielstadt
Salzburg hat viele Bühnen und eine davon ist das Wirtshaus
Krimpelstätter. Nein, da brächten sie keine zehn Pferde hinein,
strampfte die Wirtsgattin, als sie erstmals den abgewirtschafteten
Gasthof besichtigte, den ihr Mann zu pachten in Betracht zog. 36
Jahre später ist der Krimpelstätter eine gastronomische Institution
und Hausherr Günther Essl Szenewirt - ohne die dazugehörigen Allüren.
Kurz nach Übernahme des Wirtshauses landeten drei Musiker des
Mozarteum-Orchesters zufällig in der guten Stube - und wurden
Stammgäste. Bald darauf hielt "Jedermann" samt seiner Entourage im
Krimpelstätter Hof - die Premierenfeiern des Spektakels am Domplatz
werden seither traditionell beim "Krimpei" ausgerichtet. Günther Essl
wird man künftig im Festspielgetriebe schmerzlich vermissen: Er zieht
sich in die Pension zurück. In "Treffpunkt Kultur" hält er Rückschau
auf dreieinhalb Jahrzehnte Salzburger Festspiele und ihre Stars.

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller über ihr Kulturverständnis

Mit dem Antritt der neuen Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bei den
tief bürgerlichen Salzburger Weihespielen kündigen sich neue
Umgangsformen im Festivalzirkus an. Statt zu vieler Politikerreden
plant Burgstaller "Spontanes" am Domplatz bei der nächstjährigen
Festspieleröffnung. Als Landeshauptfrau sitzt Burgstaller im
Kuratorium der Salzburger Festspiele - mit eminent machtpolitischen
Befugnissen: etwa darüber, was mit dem Geld der Subventionsgeber
geschieht. Wie aber ist das kulturelle Selbstverständnis der Gabi
Burgstaller, Tochter aus altem oberösterreichischen Bauerngeschlecht,
ausgerichtet? Welche Vorlieben hat sie, was trifft ihren Geschmack -
sieht man einmal davon ab, dass sie zur "Rosenkavalier"-Premiere das
"schönste rote Kleid der Welt" anzuziehen gedenkt? In "Treffpunkt
Kultur" gibt sie Auskunft.

Sebastian Nübling: Der Shooting Star der "Next Generation" inszeniert
Marlowes "Edward II."

Der Mann ist 44 Jahre alt, Vater von drei Kindern und muss sich von
der Presse immer noch als "Nachwuchs" bezeichnen lassen. Zieht man
allerdings seine Berufsjahre in Betracht, ist der deutsche Regisseur
Sebastian Nübling tatsächlich blutjung im Metier: Erst vor knapp
sieben Jahren profilierte sich der Shooting Star der "Next
Generation" am Theater Basel mit seiner Inszenierung von Ottfried
Preußlers "Kleinen Hexe", machte bald mit abgründigen Teenager-Dramen
von sich reden und wurde schnell vom "erwachsenen" Theater entdeckt -
so nachhaltig, dass er bereits zwei Mal zum Berliner Theatertreffen
eingeladen wurde. Seither buhlen die großen Bühnen im deutschen
Sprachraum um ihn. Bei den Salzburger Festspielen inszeniert er nun
Christopher Marlowes Königsdrama "Edward II.". Wie immer arbeitet er
mit seinem fixen Team zusammen: der Bühnen- und Kostümbildnerin
Muriel Gerstner und dem Theaterkomponisten Lars Wittershagen.
"Treffpunkt Kultur" berichtet über den Regisseur und den
Generationenwechsel im Regietheater.

OTS0038    2004-07-30/09:58

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