Postbus: Wurm schaltet Rechnungshof und Verfassungsgerichtshof ein

Verbaler Amoklauf von ÖBB-Schmidt eines Vorstands nicht würdig

Wien (GPF/ÖGB) - Postbus-Betriebsrat Robert Wurm bleibt bei seinen Anschuldigungen gegen den Postbus-Eigentümer ÖBB: "Bei der Umwandlung der Postbus AG in eine Ges.m.b.H läuft so viel nicht mit rechten Dingen, dass wir uns gezwungen sehen, eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft abzugeben sowie Verfassungsgerichtshof und Rechnungshof einzuschalten."++++

Wenn tatsächlich alles mit rechten Dingen zuginge, wie das ÖBB-Vorstand Schmidt behauptet, dann verstehe Wurm dessen überzogen emotionale Ausdrucksweise nicht. Schmidt hatte Wurm "fachlichen Schwachsinn" vorgeworfen und gemeint, ihn ginge es "einen Dreck an", ob die Firma, die mit der Abwicklung des Postbus-Leasing beauftragt ist, ihren Sitz auf der Karibikinsel Cayman habe. Dazu Wurm: "Erstens geht es mich als gewählten Vertreter der Postbus-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sehr wohl etwas an, mit welchen Steuerparadiesen hier Geschäfte gemacht werden, und zweitens ist die Ausdrucksweise des Herrn Schmidt eines Vorstands mehr als unwürdig. Man kann hier nur mehr von einem verbalen Amoklauf sprechen."

Wurm sagte abschließend, er werde sich weder von Schmidt noch von sonst jemandem aus dem Management der ÖBB das Wort verbieten lassen:
"Das hat vielleicht bei Personalchef Wolfgang Moldaschl funktioniert, der von der ÖBB mit nur 47 Jahren zwangspensioniert wurde. Ich als Betriebsrat lasse mir das aber sicher nicht bieten."(fk)

ÖGB, 29. Juli
2004
Nr. 531

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