- 29.07.2004, 15:20:53
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Postbus: Wurm schaltet Rechnungshof und Verfassungsgerichtshof ein
Verbaler Amoklauf von ÖBB-Schmidt eines Vorstands nicht würdig
Wien (GPF/ÖGB) - Postbus-Betriebsrat Robert Wurm bleibt bei seinen
Anschuldigungen gegen den Postbus-Eigentümer ÖBB: "Bei der Umwandlung
der Postbus AG in eine Ges.m.b.H läuft so viel nicht mit rechten
Dingen, dass wir uns gezwungen sehen, eine Sachverhaltsdarstellung an
die Staatsanwaltschaft abzugeben sowie Verfassungsgerichtshof und
Rechnungshof einzuschalten."++++
Wenn tatsächlich alles mit rechten Dingen zuginge, wie das
ÖBB-Vorstand Schmidt behauptet, dann verstehe Wurm dessen überzogen
emotionale Ausdrucksweise nicht. Schmidt hatte Wurm "fachlichen
Schwachsinn" vorgeworfen und gemeint, ihn ginge es "einen Dreck an",
ob die Firma, die mit der Abwicklung des Postbus-Leasing beauftragt
ist, ihren Sitz auf der Karibikinsel Cayman habe. Dazu Wurm: "Erstens
geht es mich als gewählten Vertreter der Postbus-Mitarbeiterinnen und
-Mitarbeiter sehr wohl etwas an, mit welchen Steuerparadiesen hier
Geschäfte gemacht werden, und zweitens ist die Ausdrucksweise des
Herrn Schmidt eines Vorstands mehr als unwürdig. Man kann hier nur
mehr von einem verbalen Amoklauf sprechen."
Wurm sagte abschließend, er werde sich weder von Schmidt noch von
sonst jemandem aus dem Management der ÖBB das Wort verbieten lassen:
"Das hat vielleicht bei Personalchef Wolfgang Moldaschl funktioniert,
der von der ÖBB mit nur 47 Jahren zwangspensioniert wurde. Ich als
Betriebsrat lasse mir das aber sicher nicht bieten."(fk)
ÖGB, 29. Juli
2004
Nr. 531
OTS0148 2004-07-29/15:20
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