- 29.07.2004, 14:16:05
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Nutztiere aus Niederösterreich sind generell in einem guten Zustand
Probleme bereiteten 2003 Trockenheit und Futtermangel
St. Pölten (NLK) - Laut dem kürzlich fertig gestellten
"Veterinär-Jahresbericht 2003" werden landwirtschaftliche Nutztiere
in Niederösterreich großteils unter einwandfreien hygienischen
Bedingungen gehalten; um die Gesundheit der Tiere ist es generell gut
bestellt. So wurden unter den im vergangenen Jahr auf verschiedene
Krankheiten wie z.B. Rinderleukose, Tuberkulose etc. untersuchten
Rindern und Ziegen keine infizierten Tiere ermittelt. Gegen elf
andere Tierseuchen mussten im vergangenen Jahr Bekämpfungsmaßnahmen
ergriffen werden. Dabei handelte es sich unter anderem um den
"Rauschbrand", an dem in Niederösterreich letztes Jahr 52 Rinder
verendet sind, um die "Amerikanische Faulbrut", auf Grund deren
Auftretens sieben Bienenvölker getötet werden mussten, oder auch um
die "Newcastle-Desease", der 60 Brieftauben zum Opfer fielen.
Schutzimpfungen wurden im vergangenen Jahr gegen insgesamt zehn
verschiedene Krankheiten vorgenommen. Die meisten Impfungen mussten
Hühner über sich ergehen lassen, gegen die "Wutkrankheit" wurden vor
allem Einhufer, Hunde und Katzen geimpft.
Außerdem gibt es eine generelle Umstellung auf Laufstallhaltungen
bei Rinderhaltungsbetrieben, eine Zunahme der Weidehaltung und der
Offenstallbauweise sowie eine Modernisierung von Melkanlagen zu
bemerken. Bei der Schweine- und Geflügelhaltung, die in
Niederösterreich großteils intensiv bewirtschaftet wird, wurde im
Berichtszeitraum ebenfalls eine Trendwende zur Verbesserung der
Systeme beobachtet. Ein besonderes Problem war die 2003 herrschende
große Trockenheit und der damit verbundene Futtermangel. Die Folgen
werden teilweise erst im Zuge des laufenden Jahres erkennbar sein.
Im Zusammenhang mit der Schlachttier- und Fleischuntersuchung
wurden 2003 zahlreiche landwirtschaftliche niederösterreichische
Betriebe auf Arzneimittelrückstände in Lebensmitteln überprüft; 1.689
Betriebe wurden gemäß der Rückstandskontrollverordnung untersucht.
Gemäß des Rückstandsuntersuchungs-Durchführungserlasses wurden 1.747
"Schlacht"- und 355 "Lebendproben" durchgeführt. Dazu wurden im
Rahmen der Wildfleischuntersuchung gemäß der Wildfleischverordnung
57.342 Wildtiere wie etwa Rotwild, Damwild oder Schwarzwild
untersucht, 951 dieser Untersuchungen wurden beanstandet.
BSE-Untersuchungen gab es 2003 bei 40.009 Rindern.
Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, 3109 St. Pölten,
Landhausplatz 1, Abteilung Veterinärangelegenheiten, Dr. Lucia
Giefing, Telefon 02742/9005-12670, e-mail lucia.giefing@noel.gv.at.
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