Heinisch-Hosek zu Abtreibungsdebatte: Frauen vor Reaktionären in der ÖVP beschützen

"Bundes-ÖVP soll offen sagen, ob sie die Fristenlösung tatsächlich einschränken möchte"

Wien (SK) Mit scharfen Worten reagierte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst auf "die scheinheilige Haltung der ÖVP in der Debatte um den Schwangerschaftsabbruch in Salzburg". Nach dem, was namhafte ÖVP-Politiker in den vergangenen Tagen in die Diskussion einbrachten, stehe für Heinisch-Hosek fest, "dass wir die Frauen in diesem Land offensiv vor den Reaktionären in der Volkspartei beschützen müssen". Exemplarisch erwähnte die SPÖ-Abgeordnete die "haarsträubenden Aussagen" von ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger und dem Salzburger LH-Stv. Haslauer. Heinisch-Hosek: "Um der Scheinheiligkeit ein Ende zu bereiten, sollte die Bundes-ÖVP offen sagen, ob sie die Fristenlösung tatsächlich einschränken möchte oder nicht. Die österreichischen Frauen haben ein Recht darauf zu erfahren, was die ÖVP vor hat." ****

Rasinger und insbesondere Haslauer hätten sich in den vergangenen Tagen in den Dienst der "unerträglich agierenden radikalen Abtreibungsgegner von 'Pro Life' gestellt", ergänzte Heinisch-Hosek. Die Gleichstellung von Schwangerschaftsabbrüchen mit Todesstrafe und Euthanasie durch Haslauer stelle dabei "den Gipfel der Geschmacklosigkeit" dar. Die Aufforderung Rasingers, Frauen aus Westösterreich mögen sich "in den Zug nach Wien" setzen, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen wollen, zeuge von der Geisteshaltung des Männerbunds Volkspartei, der die Frauen "gesellschaftspolitisch schnurstracks ins 19. Jahrhundert zurückführen möchte".

Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller zeugte Heinisch-Hosek "vollen Respekt für ihr Engagement, die vor dreißig Jahren beschlossene Fristenlösung in ihrem Bundesland zu geltendem Recht machen zu wollen. Oberstes Prinzip sei die Wahlfreiheit für Frauen, so Heinisch-Hosek. In diesem Sinn freue sich die SPÖ-Abgeordnete über die Unterstützung der Grünen, die laut Aussagen von Frauensprecherin Weinzinger die Forderung der SPÖ-Frauen nach Schwangerschaftsabbrüchen und Verhütungsmitteln auf Krankenschein mittragen. "Es geht darum, Frauen in schwierigen persönlichen Situationen auf höchstem medizinischem Niveau zu helfen. Und bedauerlicherweise auch darum, sie vor den Kriminalisierungsversuchen der ÖVP in Schutz zu nehmen", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) ah/mp

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