• 29.07.2004, 10:46:25
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Kartellklagen an zu kündigen ist zu wenig - GRAFIK

ARBÖ fordert den Konsumentenminister zum Handeln auf - Autokosten explodieren

Wien (OTS) - Der ARBÖ fordert Bundesminister Herbert Haupt zum
aktiven Konsumentenschutz auf. Haupt müsse sich auch gegen den
Finanzminister durchsetzen, um einen Ausgleich für gestiegene
Autokosten zu schaffen. "Seit das Kilometergeld vor sieben Jahren -
im Juni 1997 - zum letzten Mal erhöht wurde, sind die privaten
Autokosten um 17 Prozent gestiegen", erinnert ARBÖ-Generalsekretär
Dr. Rudolf Hellar anhand der aktuellen Zahlen der Statistik Austria .

Dr. Hellar: "Erfolg bei den Kartellklagen gegen die von ihm
bezeichnete Abzocke durch die Mineralölwirtschaft wünschen wir im
ARBÖ dem Minister allemal. Ebenso Erfolg gegen das Abzocken durch den
Finanzminister. Dieser mauert bei der Erhöhung von Kilometergeld und
Pendlerpauschalen", stellt der ARBÖ-Generalsekretär fest.

Die Autofahrer haben nicht nur unter den hohen Treibstoffkosten zu
leiden. Auch fast alle anderen Kosten rund ums Auto haben sich
erhöht. Wer sein privates Auto für berufliche Zwecke verwendet und
dafür lediglich Kilometergeld erhält, zahlt zunehmend drauf. "Eine
Erhöhung des Kilometergeldes um mindestens 4,5 Cent ist überfällig",
bekräftigt der ARBÖ-Generalsekretär eine langjährige Forderung der
Kraftfahrerorganisation.

Auch die jüngste Anhebung der Pendlerpauschalen um 15 Prozent
reicht nicht aus, um die Mehrkosten zu decken, eine nochmalige
Erhöhung um weitere 15 Prozent ist gerechtfertigt. Dr. Hellar: "Um
den Arbeitsplatz zu erreichen, nehmen die Arbeitnehmer lange Wege in
Kauf. Von den Arbeitnehmern wird eine immer größere Mobilität
verlangt".

Im bisherigen Jahresverlauf mussten die Autofahrer im Mai und Juni
gleich zwei massive Teuerungsschübe in Kauf nehmen. Zuletzt
kletterten die Autokosten im Juni 2004 gegenüber Juni 2003 um 4,5
Prozent und stiegen damit doppelt so rasant wie die allgemeine
Teuerungsrate mit 2,3 Prozent.

Verteuert haben sich im Juni nicht nur die Treibstoffe, die im
Vergleich um 16,5 (Normalbenzin), 15,9 Prozent (Superbenzin) und um
14,5 Prozent (Diesel) zugelegt haben. Angezogen haben die Preise für
Teilkaskoversicherung, die gleich um 8,1 Prozent nach oben schnellte.
Überdurchschnittlich  gestiegen sind auch die Preise für eine ganze
Reihe  weiterer Autokosten: für Lastenträger (+ 9,8 Prozent),
Wagenwäsche (+6,6 Prozent) für Parkgaragen (+4,8 Prozent) und
Parkpickerl (4,4 Prozent). Tiefer in die Tasche greifen mussten die
Autofahrer im Juni auch für diverse Reparaturarbeiten: die
Kfz-Spenglerstunde kostet um 4,6 Prozent mehr,  ebenso die
Kfz-Mechanikerstunde (4,5 Prozent), aber auch die Arbeitszeiten zur
Reparatur von Scheinwerfern (+6,1 Prozent), Auspuffanlagen (+4,3
Prozent) oder Windschutzscheiben (+5 Prozent).

  Überdurchschnittlich stark zugelegt haben die Kosten für diverse
Materialien und Ersatzteile: Kriechöl kostete  um 4,9 Prozent mehr,
Autozündkerzen verteuerten sich um 6,6 Prozent und Wasserpumpen um
4,4 Prozent.

Von den 42 Positionen, die der Warenkorb für den Autokostenindex
umfasst, haben sich seit Juni vorigen Jahres lediglich zwei
Positionen verringert: Winterreifen wurden um -0,2 Prozent billiger
und die Preise für Fahrräder gaben um 3,6 Prozent nach.  Der
Autokostenindex - die offizielle Bezeichnung dafür lautet "Index für
den privaten PKW-Verkehr" - wird von der Statistik Austria auf Kosten
des ARBÖ, des ÖAMTC, der Bundesarbeiterkammer, der Gewerkschaft für
den öffentlichen Dienst und der Wirtschaftskammer errechnet.

Der Sinn des Autokostenindex: wer sein privates Fahrzeug für
berufliche Zwecke (Dienstreisen) verwendet, sollte eine angemessene
Abdeckung der Autokosten  in Form des pauschalierten Kilometergeldes
gekommen. Seit Juni 1997 beträgt das Kilometergeld 36 Cent pro
Kilometer.

Grafik(en) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Grafik
Service, sowie im OTS Grafikarchiv unter http://grafik.ots.at

OTS0058    2004-07-29/10:46

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