- 29.07.2004, 09:30:00
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"Konsument"-Test: Tintenstrahldrucker
Deutlicher Qualitätssprung. Ersatzpatronen gewichtiger Kostenfaktor.
Wien (OTS) - Im Privatbereich zählt heute das Drucken von Fotos zu
den Hauptanwendungen von Farbdruckern. Das Verbrauchermagazin
"Konsument" hat daher im Rahmen eines internationalen
Gemeinschaftstests 28 Farb-Tintenstrahldrucker zwischen 45 und 400
Euro unter die Lupe genommen und stellt fest: Enorme
Qualitätsverbesserung bei preisgünstigeren Produkten. Aber: Niedrigen
Anschaffungskosten folgen oft hohe Ausgaben für Ersatzpatronen.
Farb-Tintenstrahldrucker haben in den vergangenen Jahren einen
deutlichen Qualitätssprung gemacht. Selbst im mittleren und unteren
Preissegment können Normalanwender akzeptable Fotoausdrucke erwarten.
Zwei Drittel der Geräte überzeugen mit "guten" Leistungen - die beste
Druckqualität zeigt "Epson Stylus Photo R800", der jedoch mit 400
Euro zu den teuersten Geräten im Test zählt.
Aber nicht nur der Anschaffungspreis ist relevant. Wesentliches
Kaufkriterium sind vor allem künftige Ausgaben für Ersatzpatronen und
die damit verbundenen Druckkosten. "Konsument" hat nachgerechnet und
stellt fest: Selbst gemachte Ausdrucke in vergleichbarer Qualität
sind meistens teurer als die Verarbeitung im Fotolabor. Bestes
Negativbeispiel dafür ist "Lexmark Z705": Mit 75 Euro ist er zwar
günstig in der Anschaffung, ein A4-Farbausdruck um 6,16 Euro verdirbt
aber schnell die Freude am Foto. Mit den niedrigsten Druckkosten -
0,85 Euro pro A4-Farbseite - im Test punktet hingegen "Canon i560",
der um 120 Euro insgesamt viel Leistung für wenig Geld bietet.
Das Kaufkriterium Druckgeschwindigkeit wird hingegen - angesichts
der zum Teil horrenden Druckkosten - meist überschätzt, so das
Verbrauchermagazin. Die getesteten Drucker benötigen zwischen 1,5 und
30 Minuten für ein A4-Foto.
Eine optimale Fotoqualität erreicht man nur dann, wenn auch das
Papier mit der Tinte zusammenpasst. "Konsument" rät daher, die
Herstellerempfehlungen einzuhalten.
"Konsument"-Tipp: Linux-Nutzer erkundigen sich am besten vorab, ob
es für das gewünschte Modell einen Treiber gibt, der unter Linux
installiert werden kann.
Wer keinen PC zuhause hat oder seine Fotos gerne unterwegs
ausdruckt, für den ist Direct Photo Printing interessant. Mit dieser
Funktion klappt der Direktausdruck von Fotos von der Kamera oder dem
Speichermedium problemlos. Wer seine Speicherkarte allerdings wieder
für neue Fotoaufnahmen benötigt, muss die Fotos auf dem Computer
abspeichern - sonst sind sie für immer verloren.
Mehr zum Thema Direct Photo Printing und zum kabellosen Drucken
mittels Akku und Wireless LAN (WLAN) sowie Details zu den
Testergebnissen findet der Leser im August-"Konsument" und unter
www.konsument.at.
OTS0034 2004-07-29/09:30
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