- 29.07.2004, 09:26:30
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Gordon/Grüne Wirtschaft: WKO-Blockade des Lkw-Fahrverbots blinde Klientelpolitik
Nachhaltige Verkehrspolitik wäre wichtiger als Haarspaltereien.
Wien (OTS) - "Die Ausführungen des WKO-Obmanns im
Güterbeförderungsgewerbe, Adolf Moser, zum Thema Lkw-Maut sind völlig
absurd", kritisiert die Vorsitzende der Grünen Wirtschaft, der
Fraktion der Grünen in der Wirtschaftskammer, Dagmar B. Gordon, den
Auftritt von Moser in der gestrigen ZiB 2.
Weil in den von den Ländern erlassenen Regelungen von
"Lastkraftfahrzeugen" anstelle von "Lastkraftwagen" gesprochen werde,
seien die Regelungen ungültig, so Mosers Ansicht. Er forderte die
Transporteure zur Blockade des Lkw-Fahrverbots auf, indem sie die
Lkw-Mautfluchtrouten benützen und anschließend eine Bezahlung der
Strafe verweigern.
"Anstatt mittels Haarspaltereien gegen die Landeskammern, die in die
Erarbeitung der entsprechenden Regelungen eingebunden waren, zu
agieren, soll die Bundeswirtschaftskammer sich endlich von blinder
Klientelpolitik verabschieden und längst überfällige Konzepte für
eine nachhaltige Verkehrspolitik vorlegen", kritisiert Gordon. Aber
offenbar sei die Wirtschaftskammer Österreich weder daran
interessiert, dem zunehmenden Lkw-Transit den Riegel vorzuschieben
noch in der Lage dazu, entsprechende Konzepte vorzulegen. "Anders
können die Wortmeldungen Mosers nicht verstanden werden", so Gordon.
Die Leidtragenden der verfehlten Verkehrspolitik seien einmal mehr
die AnrainerInnen der Lkw-Ausweichrouten. "Für die vom Verkehrslärm
geplagte Bevölkerung an den Ausweichrouten macht es keinen
Unterschied, ob der Lärm von 'Lastkraftfahrzeugen' oder
'Lastkraftwagen' stammt. Entscheidend ist, dass die Lebensqualität
der AnrainerInnen massiv beeinträchtig ist und die Wirtschaftskammer
dieses Problem weiterhin ignoriert", so Gordon abschließend.
Rückfragehinweis:
Grüne Wirtschaft, Thomas Hohenberger, Pressesprecher, 0664-5308186
OTS0032 2004-07-29/09:26
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