- 26.07.2004, 14:54:37
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Caritas-Mitarbeiter in Darfur/Sudan
Caritas-Mitarbeiter Schnopfhagen steht in Darfur/Sudan für Interviews zur Verfügung
Wien (OTS) - Die Lage im Sudan spitzt sich dramatisch zu. Für die
Caritas ist ab sofort ein Mitarbeiter in Nyala (Darfur) tätig, der
auch für Medienanfragen zur Verfügung steht und aus erster Hand von
den Geschehnnissen berichten kann: Der Oberösterreicher Klaus
Schnopfhagen arbeitet als Wassertechniker in Nyala/ Darfur. Der
Steyrer war schon mehrmals bei der Aufbereitung von Trinkwasser in
Krisengebieten im Einsatz, unter anderem in Uganda und Indien.
Derzeit gibt es im Sudan selbst über 1 Million Vertriebene und bis
zu 200.000 Flüchtlinge, die in den Tschad geflüchtet sind. Bei den
Kämpfen wurden über 10.000 Menschen getötet. Den Menschen in der
Region ist durch Plünderungen die Lebensgrundlage entzogen worden:
Die Felder wurden zerstört, die Brunnen zugeschüttet, Tiere und
landwirtschaftliche Arbeitsgeräte gestohlen. Da die Bauern nun die
Säzeit vor der Regenzeit versäumen, werden sie auch keine Ernte im
November 2004 einbringen können. Im besten Fall, sollten die
Betroffenen vor der nächsten Aussaat im Mai/Juni 2005 in ihre Dörfer
zurückkehren können, wird es erst im Nov. 2005 wieder eine eigene
Ernte geben.
Nothilfeprogramme sollen das Überleben der Betroffenen sichern.
Die Caritas hat gemeinsam mit den protestantischen Kirchen und deren
Organisation ACT (Action by Churches Together) ein Hilfsprogramm
entwickelt, das für den Zeitraum von 18 Monaten ca. 500.000
Betroffene unterstützen soll.
Zu den Hilfsprojekten zählen die Bereiche shelter in den Camps,
Versorgung der Vertriebenen mit Wasser, der Aufbau von sanitären
Anlagen, die Verteilung von non-food items (Hygieneartikel,
Kochtöpfe, Mosquitonetze, Decken, ...). Zusatznahrung für 50.000
Kinder unter fünf Jahren sowie Schulprojekte für die Kinder in den
Camps. Psychologische Betreuung für die traumatisierten Opfer ist ein
weiterer Schwerpunkt.
OTS0107 2004-07-26/14:54
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