- 23.07.2004, 10:51:16
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LR Rohr unterstützt Gemeinden bei der Lehrlingsausbildung
Wichtiger Impuls für Kärntens Jugend und den Lehrstellenmarkt
Klagenfurt (LPD) - Die Daten der Statistik Österreich zeigen,
dass bis zum Jahr 2007 mehr als 4.000 zusätzliche Lehrstellen in
Österreich geschaffen werden müssen. Es besteht daher aktuell und
mittelfristig ein Mangel an Lehrstellen. Daher hat Gemeindereferent
LR Reinhart Rohr eine Aktion gestartet, um Gemeinden bei der
Ausbildung von Lehrlingen zu unterstützen.
Ziel von Rohr ist es, dass damit zusätzliche Lehrstellen und
Angebote für die jungen Menschen in unserem Land geschaffen werden.
Dabei geht es ihm vor allem um zukunftsorientierte technische und
handwerkliche Bereiche wie EDV-Techniker, Recycling- und
Entsorgungstechniker, Straßenfacharbeiter, Bautechnischer Zeichner,
Gartenfacharbeiter, Kfz-Techniker u.a.
Die öffentliche Verwaltung hat in Punkto Ausbildung in der
Privatwirtschaft einen guten Ruf. Daher ist Rohr überzeugt, dass die
Absolventen einer Lehre aus den Gemeinden sehr gefragt sind und gute
Vorraussetzungen für Jobs außerhalb der Verwaltung mitbringen, da
ihnen zusätzlich zum "normalen" Berufsbild auch die Abläufe in der
Verwaltung bekannt sind.
Nachdem vor allem in kleineren Gemeinden oft die notwendigen
Personalressourcen für die Betreuung von Lehrlingen und die
Möglichkeiten zur Vermittlung aller planmäßig notwendigen
Ausbildungsinhalte nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen,
werden interkommunale Ausbildungsverbünde initiiert. Der
interkommunale Ausbildungsverbund ist eine strategische Allianz von
Gemeinden, die finanzielle und organisatorische Ressourcen zur
Lehrlingsausbildung bündeln. Für die Jugendlichen ergeben sich
dadurch Vorteile durch ein zusätzliches qualifiziertes
Lehrstellenangebot. Für die Gemeinden bringt interkommunale
Ausbildung eine größere fachliche und soziale Erfahrung der
Lehrlinge, die intelligente Nutzung von Ausbildungskapazitäten und
einen Imagegewinn: "Wir bilden aus".
Organisatorisch sind zwei verschiedene interkommunale
Lehrlingsausbildungs-Verbundmodelle vorbereitet: Einerseits der
Gemeindeverband als Anstellungsträger und/oder Koordinator der
Lehrlinge, welche in den Verwaltungsstellen und den Betrieben der
Mitgliedsgemeinden ausgebildet werden. Die Koordination, die
Organisation der Ausbildungsabschnitte und die Überwachung der
Ausbildungsfortschritte liegt dabei beim Gemeindeverband. Das zweite
interkommunale Lehrlingsausbildungs-Verbundmodell besteht darin, dass
eine Gemeinde für Partnergemeinden, die Anstellungsträger der
Lehrlinge sind, die Koordination, Organisation und Qualitätssicherung
in der Lehrlingsausbildung übernimmt.
Um einen finanziellen Anreiz zu schaffen, stellt Landesrat Rohr
für jeden zusätzlichen Lehrplatz (definitives Lehrverhältnis), der
vom 1. Mai bis 31. Dezember 2004 im Bereich der Gemeinden
(Gemeindeverbände) neu geschaffen wird, aus Bedarfszuweisungsmitteln
eine einmalige Prämie von 5.000 Euro bereit. Um zusätzliche
Lehrstellen in kleineren Gemeinden mit optimaler Ausbildung bereit
stellen zu können, wird Rohr die interkommunalen Ausbildungsverbünde
darüber hinaus mit den notwendigen zusätzlichen Aufwendungen
unterstützen.
Nachdem die Arbeits- und Zukunftschancen der Jugendlichen wie
auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Kärnten wesentlich von
der Qualifikation der Arbeitnehmer abhängt, ist es Rohr ein wichtiges
persönliches Anliegen, dass die Kärntner Gemeinden die neue Aktion
tatkräftig unterstützen.
(Schluss)
OTS0082 2004-07-23/10:51
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