Festspiele erzeugen große wirtschaftliche Schubkraft für die ganze Region

"Festspiel-Effekt"liegt bei 180 Mill. Euro

Salzburg (OTS) - Salzburg, 22. Juli 2004/WKS. Am Freitag, werden
die Salzburger Festspiele feierlich eröffnet. Damit schaltet ein Wirtschaftsmotor in höchste Drehzahlen, der Salzburg enorme wirtschaftliche Effekte bringt.
Eine Untersuchung von Dkfm. Bernd Gaubinger, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der WK Salzburg, aus dem Jahr 2003 ("Die wirtschaftliche Bedeutung der Salzburger Festspiele") hat eine enorme wirtschaftliche Schubkraft des Festspielbetriebs aufgezeigt. Auf Basis einer Befragung der auswärtigen Gäste ergibt sich in Summe ein gesamtwirtschaftlicher Produktions- und Umsatzeffekt von rund 168 Mill. Euro.
Etwa vier Fünftel davon konzentrieren sich auf das Bundesland Salzburg - die Festspiele sind somit ein unverzichtbarer Faktor für die Wirtschaft des Bundeslandes.
Drei Viertel der auswärtigen Besucher (1997 waren es noch zwei Drittel) dürfen als Stammgäste bezeichnet werden, wobei die Festspielgäste rund 7,3 Tage in Salzburg bleiben. Immerhin werden durch die Festspiele 283.000 Übernachtungen ausgelöst, 84% davon in gewerblichen Betrieben. Was den wirtschaftlichen Nutzen der Festspiele so bedeutsam macht, sind die hohen Tagesausgaben der auswärtigen Festspielbesucher von rund 222 Euro pro Tag. Dazu kommt der Kauf von Festspielkarten in der Höhe von rund 580 Euro pro Besu-cher.
Die Salzburger Festspiele erzeugen dabei auch einen Beschäftigungseffekt von 2.100 bis 2.300 Arbeitsplätzen, überwiegend im Bundesland. Und nicht zuletzt sind die Festspiele mit direkten und indirekten steuerlichen Wirkungen von etwa 25 bis 27 Mill. Euro auch für den Finanzminister ein Geschäft.

Ztl.: Erhebliche ergänzende Effekte durch Festspielpersonal und Tagesbesucher
Diese Effekte resultieren nur auf den Ausgaben der auswärtigen Besucher, die durch die Befragung exakt erfasst wurden, und auf die durch die Ausgaben der Festspiele selbst ausgelösten Umsätze. Nicht unbedeutend sind jedoch die zusätzlichen wirtschaftlichen Wirkungen, die vom auswärtigen Festspielpersonal in den Sommermonaten einerseits und den heimischen Besuchern andererseits ausgelöst werden.
Die Salzburger Festspiele beschäftigen im Sommer immerhin rund 3.800 Personen (Künstler, technisches Personal, Management, Statisten und Publikumsdienst), davon stammen rund 1.100 aus Salzburg. Das auswärtige künstlerische Personal (rund 2.300 Personen) hält sich im Gesamtdurchschnitt etwa drei Wochen auf, das technische und administrative Personal durchschnittlich rund sieben Wochen. Schätzungen von Gaubinger zufolge löst dieser Personenkreis mit seinen Ausgaben, vor allem für Beherbergung und Verpflegung, ein Umsatzvolumen von rund 4,8 Mill. Euro aus. Zur Abschätzung des Gesamteffekts ist schließlich noch das Ausgabenvolumen der einheimi-schen Festspielbesucher (knapp 40.000) von 1,4 Mill. Euro dazuzuzählen. "Unter Berücksichtigung der indirekten Wirkungen beträgt der von den Festspielen ausgelöste gesamtwirtschaftliche Umsatz- und Produktionseffekt rund 180 Mill. Euro", so Dkfm. Gaubin-ger.
2004 steht übrigens für 181 Vorstellungen ein Volumen von 204.000 Karten zur Verfügung. "Das ergibt erneut ein sehr erfreuliches wirtschaftliches Bild der Festspiele", betont Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler: "Der kulturelle und wirtschaftliche Motor Salzburger Festspiele läuft kräftiger denn je! Er hilft entscheidend mit, Salzburgs Wirtschaft auf einem hohen Niveau zu halten."


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