Grüne/Sburny: Regierung läst Klein- und Kleinstunternehmen im Stich

Wildwuchs an Einkaufzentren auf Kosten regionaler Unternehmen

OTS (Wien) - "Einmal mehr wird deutlich, dass sich kleine und kleinste Unternehmen im Einzelhandel gegenüber Geschäften in Einkaufszentren deutlich schlechter behaupten können. Außerdem ist der Trend im Handel hin zu unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, die hauptsächlich Frauen betreffen, weiterhin aufrecht", konstatiert die Wirtschaftssprecherin der Grünen, Michaela Sburny, angesichts der Situation des österr. Einzelhandels im ersten Halbjahr 2004 (Konjunkturbeobachtung der KMU-Forschung). Für Sburny ist klar erkennbar, dass der Wildwuchs an Einkaufszentren zu Lasten der lokalen Einzelhandelsunternehmen gehe und dies massive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft habe.

"Es ist völlig indiskutabel, dass Angestellte - die schon jetzt unter Druck stehen - in scheinfreiwillige prekäre Beschäftigungsverhältnisse gedrängt werden. Und Einkaufszentrenbetreiber und Regierungsmitglieder fordern munter und unentwegt mehr Flexibilität", so Sburny.

Es sei daher kaum verwunderlich, wenn - wie von Regierungsmitgliedern immer wieder eingefordert - wenig Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen von Seiten der Arbeitnehmerinnen bestehe. "Die Herren Grasser und Bartenstein sollten einmal versuchen, die Welt aus der Perspektive von Klein- und Kleinstunternehmerinnen und Arbeitnehmerinnen zu sehen,- und nicht nur aus der Perspektive von Handelskettenmanagern und Einkaufszentrenbetreibern", schließt Sburny.

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