VP-Mojzis: Häupl muss Weiterbestand des Margaretenbades sicherstellen

VP-Reichard: Nur Lippenbekenntnisse der SPÖ Wien, aber keine Realisierung

Wien (VP-Klub): "Die sozialistische Rathausmehrheit negiert einfach den bis 2066 gültigen Vertrag, der zwischen der Stadt Wien und der Ekazent Baubetriebsverwaltung zum Betrieb des Margaretenbades abgeschlossen wurde und lässt zu, dass das Margaretenbad einfach zugesperrt wird. Auf die Bedürfnisse der Bezirksbewohner wird keinerlei Rücksicht genommen", kritisierte heute die Margaretener ÖVP Bezirksobfrau und Bezirksrätin Marie-Luise Mojzis.

Ergänzend dazu die Bezirksvorsteherin der Wieden, Susanne Reichard:
"Dieses Erlebnisbad ist für die Bürgerinnen und Bürger von der Wieden und Margareten, besonders aber für die Kinder, die ohnehin unter dem mangelndem Freizeit- und Sportangebot im Bezirk leiden, von größter Bedeutung. Unsere Kinder müssen in Folge der Schließung für eine Stunde Schulschwimm-Unterricht große Anfahrtswege nach Oberlaa, in die Stadthalle oder in das Amalienbad in Kauf nehmen. Die Stadt Wien und der Wiener Stadtschulrat betonen zwar immer die Wichtigkeit und Notwendigkeit des Schulsports, aber wenn es um die Realisierung geht, werden alle im Regen stehen gelassen."

Verschwendung von rund 8 Millionen Euro Steuergeld

Nun beabsichtigt die Firma Ekazent anstelle des Bades ein Fitnessstudio einzurichten. Das Bad wurde stillgelegt und die Becken entleert. Die Garagenplätze des Bades werden bereits seit dem Frühjahr öffentlich zur Miete angeboten. Mojzis: "Ein deutliches Indiz, dass weder die Stadt Wien, noch Ekazent ernsthaft am Weiterbestand des Bades interessiert waren." Es stellt sich die Frage, so Mojzis, warum sich die Stadt Wien nicht um die Einhaltung des mit etwa 8 Million Steuereuro geförderten Projektes kümmert. Der Verdacht liegt nahe, dass die Auflösung des grundbuchlich abgesicherten Vertrags möglichen Bebauungsspekulationen Tür und Tor öffnet!

Häupl muss Wien das Margarentenbad zurückgeben

Der bestehenden Verpflichtung, "...dieses Bauwerk (Anm. Margaretenbad) in gutem und benutzbarem Zustand zu erhalten bzw. erhalten zu lassen und dafür zu sorgen, dass dieses Bad in einem dem Standard der bestehenden Wiener Bezirkshallenbäder entsprechenden Ausmaß betrieben wird ....." (Zitat Baurechtsvertrag), wird von Seiten Ekazents in keiner Weise nachgekommen.

Wenn die Stadt Wien nicht selbst das Margaretenbad betreiben will, so hat sie von Ekazent die Einhaltung des Vertrages einzufordern, um einen Weiterbetrieb - entweder durch Ekazent selbst oder durch andere - sicher zu stellen, fordern BezR. Mojzis und BV Reichard unisono. "Notfalls muss die Stadt Wien den Weiterbetrieb im Wege einer gerichtlichen Klage einfordern. Zwischenzeitlich wäre es mit einer einstweiligen Verfügung möglich, dass Ekazent den Badebetrieb wieder aufnehmen muss. Bürgermeister Häupl muss den Wienerinnen und Wienern ihr Margaretenbad jedenfalls wieder zurückgeben", fordern Reichard und Mojzis abschließend.

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