- 22.07.2004, 12:19:19
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Platter zu Widerstand: Soldaten aus Österreich in Österreich würdigen
Lernen aus der Geschichte des 20. Juli 1944 - haben heuer bereits drei Initiativen gesetzt
Wien, 22. Juli 2004 (ÖVP-PD) Verteidigungsminister Günther
Platter betonte heute, Donnerstag, im Plenum des Bundesrats die
Bedeutung der Aufarbeitung der Geschehnisse des 20. Juli 1944, dem
Tag des Attentats auf Adolf Hitler durch Offiziere aus Deutschland
und Österreich. Daher habe er als Verteidigungsminister heuer drei
entsprechende Initiativen - wie die Ausstellung "Tyrannenmord" im
Heeresgeschichtlichen Museum - gesetzt, damit dieses Thema zum
60.Gedenken an die "Operation Walküre" auch in Österreich
diskutiert werde. "Ein Ziel hat sich bereits erfüllt, nämlich dass
das Thema durch diese Maßnahmen erstmals breit diskutiert wird. Die
Republik ist dadurch einen Schritt weiter gekommen, sodass wir aus
Geschichte lernen können", sagte Platter. ****
Die Ausstellung "Tyrannenmord" sei die "erste ihrer Art, die
den moralischen Widerstand gegen das verbrecherische NS-Regime"
dokumentiere und "erstmals auch die Rolle der an dem Attentat
beteiligten Österreicher beleuchtet". Es sei nicht leicht gewesen
Material über "das dunkelste Kapitel der österreichischen
Geschichte" zu finden. Platter zitierte aus seiner Rede zur der
Eröffnung der Ausstellung, in der er Oberstleutnant Robert
Bernardis und weitere Österreicher angesprochen habe, die an dem
Attentat beteiligt waren. Es sei notwendig, dass diese "Männer von
Überzeugung, Männer die nach ihrem christlichen Gewissen gehandelt
haben", gewürdigt werden. "Gerade Bernardis Familie hat nach dem
Attentat sehr für seinen Mut büssen müssen."
Platter führte aus, dass eine Reihe weiterer Veranstaltungen
für eine entsprechende Würdigung aller Soldaten aus Österreich im
Widerstand gegen Hitler und speziell Robert Bernardis geplant sind.
So werde im Herbst ein Symposium der Landesverteidigungsakademie
stattfinden, "wo internationale und nationale Kenner der Materie
den dunklen Teil unserer Geschichte sehr sensibel beleuchten und
aufarbeiten werden", so der Verteidigungsminister.
Im Rahmen des Symposiums werde eine Gedenkveranstaltung
stattfinden. "Diese Gedenkveranstaltung gipfelt in der Enthüllung
einer Gedenktafel für Oberstleutnant Robert Bernardis. Die
Denkmalkommission wurde bereits damit beauftragt, die
entsprechenden Worte auszuwählen. Er, Platter, habe bereits mit
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer über seine Entscheidung
gesprochen. Fischer habe die Vorgehensweise begrüßt, dass dieses
Thema in Österreich mit der "entsprechenden Würdigung aller
Soldaten und speziell Bernardis behandelt wird", so Platter, der
sich abschließend auch für die "sehr bedachte Wortwahl" in der
Diskussion im Bundesrat bedankte.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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