Forum Land kämpft für fairen Finanzausgleich

VP-Abgeordneter DI Klaus AUER aus Metnitz und Bgm. Rudolf Schratter aus Hüttenberg fordern mehr Geld für die schwachen Landgemeinden

Klagenfurt/Hüttenberg (OTS) - Anlass dazu sind die laufenden Verhandlungen auf Bundesebene und die ständige Reduktion der Ertragsanteile für die Gemeinden. Bauernbunddirektor Ing. Martin Steiner als Ansprechpartner für Forum Land-Kärnten erklärte einleitend die Rolle des neuen Vereins, der für die Anliegen des ländlichen Raumes und für die Erarbeitung von Lösungskonzepten und deren Umsetzung gegründet wurde. Er bezeichnete Forum Land auch als eine neue unabhängige Informations- und Kommunikations-Drehscheibe für den ländlichen Raum.
VP-Abgeordneter Klaus Auer warnt vor einer weiteren Zentralisierung im ländlichen Raum. "Einsparungspotentiale müssen vor allem in den Großstädten genutzt werden, denn die schwachen Landgemeinden brauchen dringend mehr Geld für die Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten und ländliches Wegenetz." Auer, der seit Jahren in der Regionalentwicklung tätig ist, kennt die knappen Budgets der Gemeinden und hat auch bereits erfolgreich viele Kooperationen gestartet. Auer weiter: "Die sparsamen Landgemeinden dürfen nicht noch einmal bestraft werden, denn die Abwanderung ist in den peripheren Gemeinden derart dramatisch, dass sich die gewachsenen Strukturen längst in Auflösung befinden."
Damit der Finanzausgleich wirklich seinen Namen verdient, müssen wirtschaftlich schwache Gemeinden oder solche mit weit verstreuten Dörfern und langen Straßen mehr Mittel erhalten. Niemand darf Bürger 2. Klasse sein, nur weil er in einer finanzschwachen Gemeinde lebt. Bürgermeister Schratter aus Hüttenberg - übrigens jene mit der höchsten Abwanderung in ganz Österreich - nannte konkrete Probleme und Sorgen seiner GemeindebürgerInnen: "Wenn von den 800 Arbeitnehmern in Hüttenberg 650 auspendeln müssen, sollen wenigstens die Straßen und Wege in Ordnung sein." Deshalb ermutigen Schratter und Auer die schwachen Landgemeinden, dass sie parteiübergreifend zusammenarbeiten und geschlossen gegen die Ungerechtigkeit auftreten sollen. Die Bundeshauptstadt Wien leistet sich nämlich einen Verwaltungsapparat, der etwa so viel verschlingt, wie alle 2.358 anderen Gemeinden in Österreich zusammen.

Klaus Auer wird sich auf Parlamentsebene vehement für eine gerechtere Verteilung der Steuergelder einsetzen. Sowohl der Verfassungsgerichtshof als auch eine neue WIFO-Studie belegen, dass der derzeitige Finanzausgleich längst überholt ist. Für Bauernbunddirektor Steiner vom Forum Land läuten die Alarmglocken:
"Wenn die Basisversorgung im ländlichen Raum nicht mehr garantiert werden kann, dann ist die Abwanderung auch nicht aufzuhalten und die Dörfer werden veröden."
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