- 22.07.2004, 10:41:15
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NATIONAL GEOGRAPHIC startet europäisches Tele-Archäologie-Projekt
PXP Austria als einziges österreichisches Unternehmen im Konsortium des EU-Projektes "The Neanderthal Tools"
Hamburg/Wien (OTS) - Ein neues EU-Projekt soll erstmalig die
internationalen Forschungen über den Neandertaler zusammenführen und
im weltweit bisher größten Forschungsverbund zu diesem Thema die
Herkunft und Entwicklung des modernen Menschen klären. Durch den
Einsatz moderner Medientechnologien wird die größte digitale Sammlung
von Neandertalerfunden entstehen. Die Erkenntnisse von "The
Neanderthal Tools" (TNT) sollen auch einer breiten Öffentlichkeit im
"NATIONAL GEOGRAPHIC ArchChannel" präsentiert werden. Auf dieser
Website wird es ab Ende 2005 neben umfangreichen Informationen
zahlreiche interaktive Module geben, die eine spielerische Zeitreise
in die Welt des Neandertalers ermöglichen. Parallel zu dieser Website
sollen sich Paläoanthropologen und Archäologen auf einer
geschlossenen Plattform über ihre Forschungen austauschen und
zeitgleich an jedem beliebigen Ort mit den Fundstücken arbeiten
können. Für das Internetportal "Nespos" werden die Bestände der
Museen - Schädel, Zähne, Werkzeuge, Artefakte - digitalisiert und die
Inhalte der lokalen Datenbanken vereint. Detailgenaue Abbildungen
aller Fundstücke können die Wissenschaftler dann in dreidimensionaler
Darstellung am Computer bearbeiten. Die europäischen
Forschungsinstitute versprechen sich von TNT einen Durchbruch in den
Fragen über die Herkunft des modernen Menschen und das Verschwinden
des Neandertalers. Bis zum Jahr 2006, dem 150. Jahrestag der
Entdeckung des Neandertalers, soll das TNT-Projekt abgeschlossen
sein.
"Wie viel Neandertaler steckt noch in uns?" Antworten auf diese
Frage erhofft sich Klaus Liedtke, Chefredakteur von NATIONAL
GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND, von dem neuen EU-Projekt: "Ist der
Neandertaler der Vorgänger des Homo sapiens oder war er eine eigene
Menschenart, die vor etwa 27.000 Jahren verschwand?" Der NATIONAL
GEOGRAPHIC Arch-Channel soll ein populäres Wissenschaftsportal
werden, das den aktuellen Stand der europäischen Forschung
widerspiegelt: "Jeder Nutzer ist eingeladen, die Welt der
Neandertaler über das Internet zu entdecken", sagt Liedtke.
"TNT verspricht der Forschung zwei große Vorteile: Die
Wissenschaftler können künftig die sorgsam gehüteten Teile der
Originalskelette untersuchen, ohne sie berühren oder transportieren
zu müssen. Und sie können mehr Material in kürzester Zeit
vergleichen, ohne die knappen Budgets ihrer Institute mit Reisekosten
zu belasten", sagt Professor Gerd-Christian Weniger, Direktor des
Neanderthal Museums Mettmann. Weniger wird im TNT-Projekt mit seinem
Team alle verfügbaren Daten zu den deutschen Neandertaler-Fundplätzen
zusammenstellen und auch gemeinsam mit anderen Partnern die
wissenschaftlichen Anforderungen an die Datenbank formulieren.
PXP Software Austria GmbH ist als einziger österreichischer
Partner im Projekt TNT vertreten und zeichnet für die konzeptionelle
und technische Umsetzung der Web-Plattformen "NATIONAL GEOGRAPHIC
ArchChannel" und "Nespos" verantwortlich. "TNT ist eines der
spannendsten europaweiten Projekte der letzten Jahre", freut sich
Markus Höfinger, Geschäftsführer von PXP Austria. "Die
Digitalisierung der Neandertalerfunde und das Vernetzen der
Wissenschaftler auf Basis einer Wissensmanagement- und Collaboration
Plattform erleichtert den Forschern den Zugang zu den Fundstücken und
fördert den Wissensaustausch."
"Die interaktive Medientechnologie eröffnet der europäischen
Forschungsgemeinschaft ganz neue Möglichkeiten", erklärt Ian Pigott,
Projektmanager der EU für Informationstechnik. "Der Aufbau eines
grenzüberschreitenden Datenpools und die Integration neuer
bildgebender Verfahren in Kombination mit einer Website für die
breite Öffentlichkeit macht TNT einzigartig." Das Projekt TNT wird im
Rahmen des EU-Programms "Digicult" durchgeführt, das sich um die
Erforschung und den Erhalt der Kunst- und Kulturschätze Europas
mittels moderner Technologie bemüht.
Verantwortlich für die Organisation des Systems, in dem das
verstreute Wissen über den Neandertaler gebündelt werden soll, sind:
ART+COM, ein Unternehmen für interaktive Medientechnologie aus
Berlin, PXP Software Austria GmbH, ein e-Business Dienstleister aus
Österreich, das Hasso-Plattner-Institut aus Potsdam, das Königlich
Belgische Institut für Naturwissenschaften aus Brüssel, die
Universität Poitiers aus Frankreich, das Naturhistorische Museum
Kroatien und das Neanderthal Museum Mettmann. NATIONAL GEOGRAPHIC
DEUTSCHLAND berichtet exklusiv über die neuen wissenschaftlichen
Erkenntnisse und hat die redaktionelle Verantwortung für den
ArchChannel.
Weitere Informationen über "The Neanderthal Tools" gibt es auch im
Internet unter www.nationalgeographic.de/TNT.
Bildmaterial:
Bereits heute ist es möglich zu zeigen, wie ein Mensch unserer
Zeit als Neandertaler ausgesehen hätte. Dieses "wissenschaftliche
Experiment" haben wir mit Klaus Liedtke, Chefredakteur von NATIONAL
GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND, durchgeführt und können Ihnen dieses
"Vorher/Nachher"-Foto gerne zur Illustration zur Verfügung stellen.
Weiteres Bildmaterial über den Neandertaler sowie das Logo des
TNT-Projektes schicken wir Ihnen gerne per Mail oder ISDN zu. Oder
Sie laden sich die Meldung und das Bildmaterial von unserer Website
unter der Adresse www.nationalgeographic.de/php/presse herunter.
ots Originaltext: NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
oder
PXP Software Austria GmbH Mag. Markus Höfinger Geschäftsführer A-1220 Wien, Donau-City-Straße 1 Tel: +43-1-7187857-110 e-mail: [email protected]
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