- 21.07.2004, 15:29:20
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Wirtschaftsverband Wien (SPÖ): Alle Jahre wieder
"Herzschmerzen" des Finanzministers bei zu großer Sommerhitze
Wien (OTS) - Finanzminister Grasser forderte heute erneut eine
Reduzierung der gesetzlichen Feiertage und darüber hinaus eine
weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. "Wenn Finanzminister
Grasser sagt, dass ihm "bei geschlossenen Geschäften am Sonntag als
Betriebswirt das Herz weh tut", so kann ich ihm nur empfehlen, sich
und sein Herz nicht mit derartigen unüberlegten verbalen
Schnellschüssen zu belasten", rät KR Gerhard Kietreiber, Vorsitzender
der Sparte Handel im Wirtschaftsverband Wien.
"Was nützt es, wenn die Betriebe am Sonntag offen haben, die
KonsumentInnen aber - Dank der katastrophalen Finanzpolitik von Herrn
Grasser - kein Geld haben, um darin einzukaufen", fragt Kietreiber.
Der Handel ist einer der Motoren der österreichischen
Volkswirtschaft und zum überwiegenden Teil in Klein- und
Mittelbetrieben (KMU) organisiert. Dabei darf nicht übersehen werden,
dass gerade diese Unternehmen immer mehr Marktanteile an die großen
Handelsketten verlieren. "An diesen großen Handelsketten scheint auch
das schmerzende Herz des Finanzministers mehr zu hängen, als an den
vielen KMU. Dabei sind es gerade die KMU, die Arbeitsplätze schaffen,
die die meisten Lehrlinge ausbilden und den Großteil der Steuerlast
tragen", so Kietreiber.
Ein gut funktionierender Handel ist für viele UnternehmerInnen,
MitarbeiterInnen und deren Familien existenzentscheidend. Faire und
ausgewogene Öffnungszeiten gehören zu den Faktoren, die
sicherstellen, dass den KonsumentInnen auch in Zukunft ein breites
Angebot unterschiedlichster Geschäfte und damit unterschiedlichster
Waren zur Auswahl steht. "Daher ist es unverantwortlich, dass
Finanzminister Grasser mit einem unbedachten "Sager" das so genannte
Sommerloch stopfen möchte und wieder mal in Sachen Eigen-PR unterwegs
ist, anstatt im Sinne der Wirtschaft zu handeln. Sein heutiger
Vorstoß ist typisch für die schwarz-blaue Regierung: Er erfolgte
unüberlegt und ohne jedes Konzept", kritisiert Kietreiber.
"Ich kann nur alle UnternehmerInnen auffordern bei den
Wirtschaftskammerwahlen im März 2005 der Politik der schwarz-blauen
Bundesregierung eine klare Absage zu erteilen und ihre Stimme dem
Wirtschaftsverband zu geben. Wir sind der Wirtschaft verbunden und
nicht der Regierung", schloss Kietreiber.
OTS0153 2004-07-21/15:29
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