• 20.07.2004, 20:04:48
  • /
  • OTS0170 OTW0170

"Neues Volksblatt" Kommentar: "Signal" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 21. Juli 2004

Linz (OTS) - Gottes Mühlen mahlen langsam, heißt es. Daraus
leitete der Vatikan immer wieder die Berechtigung ab, ebenfalls
langsam zu "mahlen", das heißt, Probleme und schwierige Situationen
"auszusitzen", besser gesagt "auszuschweigen". Umso mehr ist die
jetzt umgehend erfolgte Ernennung eines Apostolischen Visitators für
die Diözese St. Pölten ein positives Signal Roms für die gesamte
Kirche: Seht her, wir handeln rasch, es wird diesmal nichts auf die
lange Bank geschoben!
An diesem positiven Signal des raschen Handelns ändert auch der
Umstand nichts, dass Bischof Krenn im Vatikan möglicherweise schon
seit geraumer Zeit als "Problemfall" gesehen wird.
Nichts auf die lange Bank zu schieben ist eine Sache, der der Vatikan
jetzt nachgekommen ist. Nichts unter den Teppich zu kehren wird die
Aufgabe des Visitators sein. Am Ende dieser Visi-
tation des Vorarlberger Bischofs im Reich seines Kollegen Krenn muss
die - auch vom St. Pöltener Oberhirten selbst gewünschte - lückenlose
Aufklärung aller Vorwürfe stehen. Nur so kann die - Zitat Krenn -
"Wende zum Guten" eingeleitet werden.

OTS0170    2004-07-20/20:04

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel