- 20.07.2004, 14:36:02
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Broukal zu 20.Juli-Gedenken: Wegschauen der Regierung ist beschämend
Warum schützt die Denkmal-Kommission die Rossauer-Kaserne vor dem Namen "Bernardis"?
Wien (SK) "Die militärische Pflicht verraten, um einer
höheren, humanistischen Pflicht zu folgen - diese Erkenntnis war der
Antrieb der Attentäter des 20.Juli 1944", erklärte SPÖ-Abgeordneter
Josef Broukal Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Es ist schon
traurig genug, dass die österreichische Bundesregierung am
60.Jahrestag des couragierten Anschlags auf Adolf Hitler keinerlei
offizielle Gedenkveranstaltung abhält. Die Tatsache, dass
Verteidigungsminister Platter just an diesem Tag verkündet, der
Innenhof der Rossauer-Kaserne werde nicht nach dem aus Österreich
stammenden Stauffenberg-Adjutanten Oberstleutnant Robert Bernardis
benannt, ist jedoch schlichtweg skandalös", so Broukal. Man müsse
sich nun die Frage stellen, warum die vom Verteidigungsministerium
eingesetzte Denkmalkommission versucht, die Rossauer-Kaserne vor dem
Namen "Bernardis" zu schützen. ****
"In der Geschichte gab es immer nur wenige Menschen, die
bereit waren, ihre eigene Existenz für den Kampf gegen Tyrannei und
Willkür aufs Spiel zu setzen - Oberstleutnant Robert Bernardis und
Claus Schenk Graf von Stauffenberg gehörten zu diesen Menschen",
stellte Broukal klar. Es sei das "Mindeste", solchen Personen ein
würdiges Andenken zu bewahren. "Die Benennung des Innenhofs der
Rossauer Kaserne nach Robert Bernardis wäre ein angemessener
symbolischer Akt des offiziellen Österreich, um einem würdigen
Gedenken gerecht zu werden", unterstrich Broukal seine Forderung.
(Schluss) cs/mm
OTS0148 2004-07-20/14:36
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