• 20.07.2004, 08:02:32
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"Universum" spielt Hollywood: Das Leben des Dschingis Khan

Sieben Wochen Dreharbeiten in der Mongolei

Wien (OTS) - Vergesst "Troja", vergesst "Alexander der Große" -
jetzt spielt "Universum" Hollywood und hat sich dabei den vielleicht
größten und berüchtigtsten Feldherren aller Zeiten vorgenommen:
Dschingis Khan. Kein Wunder, dass dafür eine der aufwendigsten
"Universum"-Produktionen aller Zeiten notwendig ist. Heinz Leger und
sein achtköpfiges Team sind soeben nach sieben Wochen Dreharbeiten
(und zwei Jahren Vorbereitungszeit) erschöpft aus der Mongolei
zurückgekehrt. Was bereits im Kasten ist und am 25. November im ORF
unter dem Titel "Dschingis Khan - Der Reiter der Apokalypse" zu sehen
ist, verspricht "weniger eine Dokumentation als vielmehr einen
Spielfilm - in jedem Fall die erste Spieldoku in der
'Universum'-Geschichte", so der Regisseur, der begeistert an jene
Massenszenen zurückdenkt, in denen er bis zu 350 Mongolen in
historischen Kostümen und 1.000 Tiere dirigieren musste. Zu Hilfe kam
dem Teams aus Österreich dabei die mongolische Armee, die kurzerhand
200 Reiter bereitstellte.

"Mich interessiert an Dschingis Khan vor allem dessen Wandel vom
analphabetischen Sohn eines Schafhirten zum Herrscher über das
flächenmäßig größte Reich, das je existiert hat. Ein Mann, der als
Krieger nicht nur brutal und gnadenlos war, sondern im Alter auch ein
weiser Führer, der etwa religiöse Toleranz gelebt hat." Um das Leben
des Dschingis Khan in allen Lebensabschnitten nachzuzeichnen,
engagierte Leger gleich fünf Dschingis-Khan-Darsteller - vom Säugling
bis zum alten Mann. "Der 25-jährige Dschingis Khan ist in der
Mongolei ein echter Popstar und sein 40-jähriger 'Nachfolger' ist
einer der bekanntesten Schauspieler des Landes."
Dschingis Khan ist in der heutigen Mongolei übrigens allgegenwärtig.
"Vom Dschingis-Bier, über Dschingis-Wodka bis zu
Dschingis-Khan-Porträts auf den Geldscheinen dreht sich hier alles um
diese Legende" (Leger).
Leger und seinem Team kam übrigens zu Hilfe, dass keine Städte oder
Festungen aus der damaligen Zeit, Dschingis Khan lebte (vermutlich)
von 1162 bis 1227, nachgebaut werden mussten. "Wie heute die Nomaden
lebten Dschingis Khan und seine Männer in zeltartigen Jurten." In
solchen, manchmal aber auch auf dem Boden liegend, verbrachte auch
das Filmteam aus Österreich seine meist kurzen Nächte.
Begeistert zeigt sich Heinz Leger, der mit Helmut Pechlaner ("Die
Zukunft der Wildpferde") schon einmal in der Mongolei gedreht hat,
von der landschaftlichen Schönheit und Unberührtheit. "Wo auf der
Welt kann man sonst noch drehen, ohne einen Handymasten oder
Flugzeug-Kondensstreifen ins Bild zu bekommen?"
"Universum: Dschingis Khan - Der Reiter der Apokalypse" ist eine
Koproduktion mit ZDF/BBC und DDE, hergestellt von Interspot Film und
wird als Hochglanzprodukt auf HDTV gedreht. In der Mongolei selbst
wird der Film übrigens auch zu sehen sein.

OTS0012    2004-07-20/08:02

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