- 15.07.2004, 15:34:37
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Österreichische Wirtschaftsdelegation sucht Kontakte in San Marino
Memorandum zur Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen unterzeichnet - Doppelbesteuerungsabkommen soll im Herbst folgen
Wien (PWK 502) - Zwischen Österreich und der Republik San Marino
ist heute in San Marino von Finanz-Staatssekretär Alfred Finz ein
Memorandum zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
unterzeichnet worden. Im Herbst ist vorgesehen, ein
Doppelbesteuerungsabkommen in Wien zu unterzeichnen.
Das Memorandum über die Intensivierung der bilateralen
wirtschaftlichen Beziehungen dient nicht nur dazu, die Kooperation
auf wirtschaftlichem, technischem und industrie-politischem Gebiet zu
vertiefen, sondern bedeutet auch die Grundlage für die Förderung der
Handelsbeziehungen insgesamt. Staatssekretär Finz wurde von einer
hochrangigen österreichischen Wirtschaftsdelegation begleitet:
darunter Rogner International Hotel & Ressort, Casinos Austria
International und Hypo-Alpe Adria Bank.
Die zahlreichen bilateralen Gespräche der österreichischen
Unternehmen wurden vom österreichischen Handelsdelegierten in Padua,
Michael Scherz, koordiniert. Als Anerkennung der Bemühungen der
Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ um die Intensivierung dieser
Wirtschaftskontakte wurde Michael Scherz mit einem hohen Ehrenzeichen
der Republik San Marino ausgezeichnet.
Konkret wurde die Erstellung eines touristischen Masterplans für San
Marino besprochen. In dessen Mittelpunkt steht die Errichtung eines
Wellness-Konferenz-Zentrums bzw. weiterer Freizeiteinrichtungen. Um
die Neupositionierung der sanmarinesischen Tourismuswirtschaft
voranzutreiben, wurde die sofortige Einsetzung einer bilateralen
Arbeitsgruppe vereinbart.
Die hohe Wertschätzung San Marinos gegenüber Österreich wurde durch
den Empfang der Delegation durch die Capitani reggenti
(Staatsoberhäupter), Finanzminister Mularoni, Wirtschaftsminister
Felici und Tourismusminister Andreoli unterstrichen, die zusammen mit
dem Premier und Außenminister Berardi und anderen
Regierungsmitgliedern bereits am 23. März dieses Jahres zu
vorbereitetenden Gesprächen in Österreich mit WKÖ-Vizepräsident
Richard Schenz Gast im Haus der Wirtschaft waren. Schenz unterstrich
die Bedeutung, "die auch Österreich den Beziehungen zu San Marino
beimißt" und wies auf die zahlreichen Affinitäten zwischen den
Ländern hin, darunter "die Bedeutung des Tourismus, ein strenges
Bankgeheimnis und das attraktive Steuersystem." Die Wirtschaftskammer
unterstützt daher auch die Bemühungen österreichischer Unternehmen in
ihrem Engagement in San Marino voll und erwartet die baldige
Unterzeichnung des Doppelbesteuerungsabkommens.
Die bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Österreich und San Marino
laufen hervorragend. So ist Österreich nach Italien der
zweitwichtigste Handelspartner des Kleinstaates. Die österreichischen
Exporte nach San Marino legten im vergangenen Jahr um 49,3% auf 7,1
Mio Euro zu. Im ersten Jahresdrittel 2004 machte das Plus gegenüber
der Vorjahresperiode immerhin noch satte 7,3% aus. (BS)
OTS0196 2004-07-15/15:34
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