• 15.07.2004, 10:30:00
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ARGEV erzielt neue Rekordwerte - Getrennte Verpackungssammlung boomt - Dichtes Sammelnetz in der Steiermark

- Sammelleistung 2003 um 6 % gestiegen - Überdurchschnittliche Beiträge aus der Steiermark - DeponieVO: In der Steiermark vorläufig keine Sammel-Umstellungen

Wien (OTS) - "Die ÖsterreicherInnen können von der getrennten
Sammlung im
ARA System einfach nicht genug bekommen", meint ARGEV-Geschäftsführer
Dr. Franz Buchal zu den erneuten Sammelrekorden der ARGEV.

2003: Sammelmenge erreicht 200.000 Tonnen
Überdurchschnittlicher Beitrag aus der Steiermark

Die Sammelmenge erreichte im Jahr 2003 mit einem Zuwachs von 6,1 %
den Rekordwert von 199.615 t. Das entspricht einer
Pro-Kopf-Sammelmenge von 24,8 kg.

Die steirischen Betriebe und Haushalte trugen dazu mit rd. 33.000
t (28,1 kg/E.a) weit überdurchschnittlich bei.

Seit 1993 wurden über die ARGEV-Sammlung insgesamt rd. 1,7 Mio.
Tonnen Altstoffe getrennt gesammelt, davon in der Steiermark
über 250.000 t.

Auch im ersten Quartal 2004 hält der Sammelboom unvermindert an:
Von Jänner bis März 2004 wurden über 43.000 t (+10 %) Verpackungen
aus der ARGEV-Sammlung aussortiert und zur Verwertung übergeben.

Sammelqualität steigt, Fehlwürfe gehen zurück

Parallel zu den Sammelrekorden verbessert sich weiter auch die
Qualität des Sammelmaterials, die "Fehlwürfe" werden weniger.

Aus den gesammelten Altstoffen konnten 2003 über 163.500 t
Verpackungen - ein Plus von 8,8 % - aussortiert und zur Verwertung
übergeben werden. Auch hier lagen die SteirerInnen mit rd. 26.200 t
bzw. 22,2 kg/E.a spürbar über dem Bundesdurchschnitt.

Verpackungssammlung bequem wie nie zuvor - Dichtes Sammelnetz
in der Steiermark

Auch im Vorjahr entwickelte die ARGEV die Benutzerfreundlichkeit
ihrer Sammlung konsequent weiter: Mit Jahresende 2003 konnte sich
bereits die Hälfte aller österreichischen Haushalte über die
bequemste Form der Leichtverpackungssammlung, die der Abholung "ab
Haus", freuen. In der Steiermark waren es drei Viertel.

In der Steiermark verfügt ein Siebentel der österreichischen
Bevölkerung über je ein Fünftel der in Österreich eingesetzten Gelben
Säcke und Tonnen und über mehr als ein Drittel aller Blauen Tonnen.

Große Zufriedenheit mit der Verpackungssammlung
Spitzenwerte in der Steiermark

Die BürgerInnen zeigen sich österreichweit mit der ARGEV-Sammlung
weiterhin sehr zufrieden (IMAS-Verbraucherumfrage März 2004): 95 %
aller Befragten gaben an, Verpackungen getrennt zu sammeln. Sieben
von 10 sind mit der Leichtverpackungssammlung "sehr zufrieden" oder
"zufrieden" und glauben nicht, dass man daran noch etwas ändern
sollte.

In der Steiermark bekennen sich 97 % zur getrennten
Verpackungssammlung. Fast alle (97 %) kennen und nutzen die
Leichtverpackungssammlung, und 8 von 10 sind damit zufrieden. 9 von
10 kennen und nutzen auch die Metallverpackungssammlung, und mehr als
8 von 10 sind auch damit zufrieden.

DeponieVO 2004: Neue Rahmenbedingungen für die ARGEV -
"Qualitätssammlung" als Chance

Mit 01.01.2004 ist die letzte Stufe der Deponieverordnung in Kraft
getreten. Die neue Form der Restmüllbehandlung in
Müllverbrennungsanlagen (MVA) oder mechanisch-biologischen Anlagen
(MBA) hat direkten Einfluss auf die Sinnhaftigkeit und die Form der
getrennten Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen.

Die ARGEV hat nun die Chance, im Einzugsgebiet von
Müllverbrennungsanlagen gezielt nur die stofflich verwertbaren
Kunststoffverpackungen getrennt zu sammeln. Die herkömmliche
Leichtverpackungssammlung wird zur Qualitätssammlung.

Kleine oder verschmutzte Verpackungen dürfen in solchen Regionen
im Restmüll bleiben und werden als Brennstoff genutzt. Die Kosten
werden den Kommunen von der ARGEV abgegolten, wie es sich seit Jahren
in Wien bewährt hat. Damit wird die Produzentenverantwortung im ARA
System gewahrt und gleichzeitig verhindert, dass die Konsumenten
durch Müllgebühr und Lizenzgebühr zweimal zur Kasse gebeten werden.

Dieses neue Modell macht allerdings nur dann Sinn, wenn die
Sammlung und Verbrennung zusammen mit dem Restmüll kostengünstiger
als die getrennte Sammlung und Verwertung der Verpackungen ist.

Regionale Umstellungen laufen - In der Steiermark bis auf
weiteres keine Umstellungen

Seit Jahresbeginn laufen die regionalen Umstellungen der
Leichtverpackungssammlung, die im Frühjahr 2005 abgeschlossen sein
werden und im Endausbau 3 Millionen Einwohner erreichen.

Bisher erfolgte die Umstellung auf die gezielte Erfassung von
Plastikflaschen in weiten Teilen Niederösterreichs und in der Stadt
Salzburg, in der zweiten Jahreshälfte folgen die Bundeshauptstadt
Wien und der größte Teil Kärntens.

In allen übrigen Regionen Österreichs bleiben die
Leichtverpackungs- und Metallverpackungssammlung in der gewohnten
Form.

So bis auf weiteres auch in der Steiermark, wo beide ARGEV-
Sammlungen ausgezeichnet funktionieren und von der Bevölkerung
bestens angenommen, genutzt und geschätzt werden.

Rückfragehinweis:
Fotomaterial oder Grafiken:

Andrea Hiller (Leiterin Kommunikation), ARGEV
   Tel.: 01/521 49-2185, mailto:[email protected]

   Mag. Brigitte Mühlbauer, Menedetter PR
   Tel.: 01/533 23 80, mailto:[email protected]

http://www.argev.at/presse

OTS0085    2004-07-15/10:30

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