- 14.07.2004, 14:49:34
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Markut: ÖVP schädigt Bildungsqualität in Österreich nachhaltig
Neue Konzepte in Abstimmung mit sinkenden Schülerzahlen notwendig - Scharfe Kritik an Bundesregierung und an LR Josef Martinz
Klagenfurt (SP-KTN) - Der Klubobmann der Kärntner
Sozialdemokraten, Karl Markut, weist die entbehrlichen Anschüttungen
der ÖVP entschieden zurück. "LR Martinz beweist täglich aufs Neue,
dass er nicht bereit ist, konstruktiv in der Landesregierung für die
Kärntnerinnen und Kärntner zu arbeiten, sondern seinen
Arbeitsschwerpunkt auf billige und ausschließlich parteipolitisch
motivierte Polemik setzt", kontert Markut auf den jüngsten Versuch
des VP-Referenten, SPÖ und FPÖ in gewohnter ÖVP-Manier anzupatzen.
"Martinz scheint zu vergessen, dass die desaströse Schulpolitik
seiner Parteikollegin Gehrer schuld an den Entwicklungen im
Schulbereich ist und seine Parteikollegen in der Bundesregierung sich
weigern, Kärnten die benötigten Budgetmittel für den Schulbereich zur
Verfügung zu stellen", erklärt Markut.
Schönwetterpolitik sei zwar angesichts der Kaputtsparpolitik der
Bundesregierung im Bildungsbereich ohnehin fehl am Platz, betont der
SP-Klubchef und ergänzt: "würde Martinz seine Energie nicht in Form
von billiger "Schein-Oppositions-Polemik" verschwenden, sondern seine
Parteikollegin Gehrer aus der Sackgasse im Schulbreich führen, würde
dies den Kärntnerinnen und Kärntnern auch etwas bringen", so Markut
scharf. Nur wenn Ministerin Gehrer und ihre ÖVP-Kollegen weiterhin
auf Stur stellen und Kärnten keine weiteren Mittel für den
Schulbereich geben, sei es notwendig, einen Kompromiss zu finden
zwischen dem "Willen, im ländlichen Raum eine optimale Schulstruktur
zu erhalten" und dem, was das Land sich leisten könne.
Andiskutierte Sparmaßnahmen, wie die organisatorische
Zusammenlegung von Schulen bei gleichzeitiger Gewährleistung, dass
Schulen und Klassen erhalten bleiben, werden von der ÖVP schlecht
gemacht und stattdessen kürzt sie die Wochenstunden und
verschlechtert dadurch die Bildungschancen der Schülerinnen und
Schüler. Die SPÖ hat nicht über Schulschließungen geredet - die ÖVP
hingegen sehr wohl", stellt Markut klar.
Die ÖVP solle lieber endlich ihre Fehler hinsichtlich der
Bildungsqualität eingestehen. Stundenkürzungen,
Klassenzusammenlegungen, Wegfall des Förder- und Stützunterrichts -
all diese schwarz-blauen Maßnahmen sind auch für
SPÖ-Bildungssprecherin Nicole Cernic für den Qualitätsrückgang an den
Österreichischen Schulen verantwortlich - und nicht nur das. "Dieser
Qualitätsrückgang ist auch mit Schuld an den steigenden Kosten für
Privatunterricht", verweist Cernic auf eine Studie der
Arbeiterkammer, der zufolge die Ausgaben für den Nachhilfeunterricht
mit 100 Millionen Euro jährlich einen Höchststand erreicht haben.
"Wir sind wegen der Wichtigkeit eines guten Bildungssystems für
unser Land und im Interesse unseres Landes bereit, eine positive und
dynamische Bildungspolitik zu unterstützen", so Cernic. Die SPÖ
erwarte aber, dass Ministerin Gehrer ihrer Verantwortung als
Bildungsministerin endlich gerecht wird und ihre Kaputtsparmaßnahmen
zurücknimmt sowie, dass sich Landesrat Martinz statt durch billige
Polemik endlich durch aktive Regierungsarbeit bemerkbar macht, dafür
wird er von den Kärntner SteuerzahlerInnen bezahlt. (Schluss)
OTS0186 2004-07-14/14:49
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