- 14.07.2004, 13:40:36
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ÖGJ-Eder: 7.000 JASG-Plätze sind zu wenig
Bartensteins Stolz über die Lehrlingsmaßnahmen der Regierung "zynisch"
Wien (ÖGJ/ÖGB). (OTS) - Kritik an Minister Martin Bartensteins
Jubelbilanz der Lehrlingspolitik der Bundesregierung kommt von der
Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ): "Zwar ist die Zahl der
Lehrstellensuchenden zuletzt tatsächlich in geringem Ausmaß gesunken
- allerdings beinhalten die von Bartenstein präsentierten Zahlen die
SchulabgängerInnen nicht, die heuer auf den Lehrstellenmarkt
drängen", kritisiert ÖGJ-Vorsitzender Jürgen Eder. Hinter den Zahlen
stehen immer noch viel zu viele Einzelschicksale von Jugendlichen
ohne Ausbildungsplatz - "und denen kann es nicht anders als zynisch
vorkommen, wenn Bartenstein sagt, er könne 'stolz' sein, dass die
Maßnahmen der Bundesregierung greifen würden", so Eder.++++
Die Verlängerung des Jugendausbildungssicherungsgesetzes (JASG)
begrüßt die Gewerkschaftsjugend. Eder glaubt allerdings nicht, dass
die vorgesehenen 7.000 Lehrgangsplätze ausreichen. "Wir fordern ein
Auffangnetz mit 9.000 Lehrgangsplätzen, damit wirklich jeder
Jugendliche, der eine Lehrstelle sucht, auch tatsächlich in den
Genuss einer qualitativ hochwertigen Berufsausbildung kommt", erklärt
der ÖGJ-Vorsitzende. Eder verweist hier auf die von Egon Blum, dem
Regierungsbeauftragten für Lehrlingsausbildung, angesprochenen 8.000
zusätzlichen 15-Jährigen, die es in den kommenden Jahren geben wird
und von denen ein großer Teil auf den Lehrstellenmarkt strömen wird.
Erfreut zeigt sich Eder darüber, dass Bartenstein einer weiteren
Verlängerung der Probezeit von Lehrlingen, wie sie der
Wirtschaftsbund gefordert hatte, eine Abfuhr erteilt hat. "Schon
derzeit werden in bestimmten Branchen ein Drittel aller Lehrverträge
vorzeitig beendet. Da darf man es nicht noch einmal leichter machen,
Lehrlinge loszuwerden", so Eder. Die Gewerkschaftsjugend fordert eine
Verkürzung der Probezeit auf einen Monat. (fk)
OTS0163 2004-07-14/13:40
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