• 14.07.2004, 11:49:13
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Massiver Einsparmotor Generika

Seit generisches Simvastatin verfügbar ist, können fast doppelt so viele PatientInnen nachweislich zu einem günstigeren Preis behandelt werden.

Wien (OTS) - "Nicht Einsparungen sind im Arzneimittelbereich
nötig, sondern das Optimieren der eingesetzten Mittel", fordert
Wolfgang Andiel, Obmann des Österreichischen Generikaverbandes
(OEGV).

Preis vor Patentablauf pro Packung 2001: 45,65 Euro

Das Beispiel des Lipidsenkers Simvastatin zeigt es deutlich: Im
Jahr 2001 wurden 651.200 Packungen Simvastatin (20 mg), einem
Arzneimittel zur Senkung erhöhten Cholesterinspiegels, zu einem
Kassenaufwand von 42,9 Millionen Euro verordnet. Der Preis pro
Packung betrug 45,65 Euro. 56.000 PatientInnen konnten damit
behandelt werden.

Preis des Generikums pro Packung im April 2004: 21,40 Euro

Laut Hochrechnung von IMS betrug die Preisdifferenz zwischen
Erstanbieter bei Patentablauf und Generikum zum Zeitpunkt April 2004
für Simvastatin (20 mg) bereits 53,6 Prozent und sogar 71,5 Prozent
bei Simvastatin (40 mg). Im April 2004 war Simvastatin (20 mg)
bereits um 21,40 Euro erhältlich. Die Wirkung von Generika auf
medizinische Therapie und Krankenkassenpreis: Innerhalb von zwei
Jahren - mit dem Auftreten von generischen Simvastatin - sind
mittlerweile fast doppelt so viele Patienten behandelbar. Und das bei
sinkendem Aufwandsniveau. Die frei werdenden finanziellen Ressourcen
können den PatientInnen zu Gute kommen und machen nachrückende
Innovationen weiterhin leistbar.

Generika setzen nachweislich die Preisspirale nach unten in
Gang

Laut IMS sind die Kosten für den Wirkstoff Simvastatin durch den
generischen Preisdruck gesunken. Generika setzen nachweislich die
Preisspirale nach unten in Gang. Das ist auch notwendig, denn die
Medikamentenkosten wachsen laut Hauptverband der
Sozialversicherungsträger dreimal so schnell wie die Einnahmen, eine
Abschwächung dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

Großes Potential an Kostenoptimierung bei Volkskrankheiten

Mit dem Einsatz von generischen Arzneimitteln bei sogenannten
Volkskrankheiten kann besonders gespart werden. "Vor allem im Bereich
der Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen
und Magen-Darmbeschwerden ist der Einspareffekt aufgrund der hohen
Verordnungsmenge durch kostengünstige und wirkungsäquivalente
Generika besonders groß", so Wolfgang Andiel. "In diesen
Therapiebereichen werden in den letzten Jahren verstärkt Arzneimittel
verordnet. Tendenz weiterhin steigend. Ohne den Einsatz von Generika
bleibt eine wichtige Einsparmöglichkeit nahezu ungenützt. Das Geld
bleibt auf der Straße liegen!"

Fazit ist: Wie am Beispiel Simvastatin bewiesen werden kann,
tragen Generika zu nachhaltigen Einsparungen im Arzneimittelsektor
bei.

Weiterführende Informationen unter http://www.generikaverband.at

OTS0103    2004-07-14/11:49

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