- 14.07.2004, 09:26:31
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Spitalsärzte fordern Gerechtigkeit bei Pensionsreform
Arzt im Spital: Schwerarbeit mit durchschnittlich 60 Wochenstunden - Bundesobmann Mayer "Fordern Pensionsgerechtigkeit für Spitalsärzte"
Wien (OTS) - Der Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte in der
Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Harald Mayer, hat die
Bundesregierung aufgefordert, auch die Berufsgruppe der Spitalsärzte
bei der Pensionsreform angemessen zu berücksichtigen.
Ärzte gehörten als Dienstnehmer mit durchschnittlich 60
Wochenarbeitsstunden und mehreren Nachtdiensten monatlich - und das
ein ganzes Arbeitsleben lang - zu dem besonders schwer arbeitenden
Teil der Bevölkerung. Allerdings sei bisher keine Regelung im Gesetz
vorgesehen, die auf diesen Umstand Bedacht nehme, kritisierte Mayer
in einer Aussendung am Mittwoch. Die Bundesregierung sei gut beraten,
entsprechende Überlegungen anzustellen. Der durch enorme
Leistungsverdichtung, Überbürokratisierung und unsichere
Zukunftsaussichten bereits jetzt negativ befrachtete Arbeitsplatz im
Spital werde für angehende Ärzte ansonsten noch unattraktiver. "In
Deutschland werden Spitalsärzte bereits händeringend gesucht, da die
Rahmenbedingungen nicht mehr passen", warnte Mayer. "Soll es auch
hier so weit kommen?"
Zu der zeitlichen Extrembelastung der Spitalsärzte komme noch der
"Stress der hohen Verantwortung für Gesundheit und Leben der
Patienten", erinnerte der Spitzenvertreter von 17.000 Spitalsärzten
die Bundespolitiker. Mayer: "Wir fordern Gerechtigkeit auch für
Spitalsärzte bei der Pensionsreform! Der überdurchschnittliche, an
die physischen und psychischen Grenzen gehende Einsatz der
Spitalsärzte ist bei der Pensionsreform jedenfalls zu
berücksichtigen. Noch dazu, wo gegen unsere gesetzliche
Arbeitszeitregelung seitens vieler Spitalsträger permanent und
wissentlich - unter den Augen des Gesetzgebers - verstoßen wird.
Sollen wir dafür auch noch bei der Pension bestraft werden?"
Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner
Brettenthaler, unterstützt die Forderung der Spitalsärzte. Diese
leisteten täglich Schwerarbeit im Dienst an den Patienten.
"Spitalsärztinnen und -ärzte arbeiten hart und sind bereits in
relativ jungen Jahren vom Burnout bedroht", so Brettenthaler. "Daher
müssen ihre Anliegen bei der Pensionsreform angemessen Gehör finden."
OTS0029 2004-07-14/09:26
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