- 10.07.2004, 08:00:00
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"profil": Heinz Fischer kritisiert den Umgang mit Thomas Klestil
Der Bundespräsident plädiert dafür, "manches zu Lebzeiten gerechter" zu beurteilen
Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Bundespräsident
Heinz Fischer den Umgang mit seinem verstorbenen Amtsvorgänger Thomas
Klestil. Der "Gegensatz, zwischen dem, was zu seinen Lebzeiten gesagt
wurde und dem, was in der Trauerfeier gesagt wurde", sei
augenscheinlich. "Man wird darüber nachdenken müssen, ob man nicht
manches zu Lebzeiten gerechter beurteilen sollte", sagt der
Bundespräsident.
Fischer rechtfertigt in "profil" seine Ankündigung, sich den
Beschaffungsakt für die Eurofighter noch einmal ansehen zu wollen.
"Ich habe in meinen bisherigen Funktionen im Parlament den Standpunkt
vertreten, dass wir sparen müssen. Es stellt sich die Frage, ob diese
Ausgaben in vollen Ausmaß gerechtfertigt sind, oder ob es andere und
billigere Lösungen gäbe." Fischer räumt allerdings ein, dass er als
Bundespräsident den Eurofighter-Ankauf nicht verhindern könne. Selbst
wenn die Regierung noch 30 Abfangjäger kaufen sollte, "muss die
Bevölkerung darüber entscheiden, nicht der Bundespräsident".
OTS0003 2004-07-10/08:00
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