- 09.07.2004, 15:40:00
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GEHRER: KONSTRUKTIVE ARBEIT DER SCHÜLERUNION HAT SICH GELOHNT
Höheres Bildungsniveau bei jungen Frauen - Ministerin gegen völlige
Abschaffung der Altersgrenze beim Unterrichtspraktikum
Wien, 9. Juli 2004 (ÖVP-PK) Bildungsministerin Elisabeth Gehrer
ging heute, Freitag, bei der Bildungsdebatte im Nationalrat vor allem
auf ihre Vorredner ein, beispielsweise auf die vom
SPÖ-Bildungssprecher Niederwieser erwähnte Schülervertretungswahl.
"Es ist wichtig, dass wir dieser einen hohen Grad beimessen, da junge
Menschen Demokratie lernen und lernen, mit demokratischen
Entscheidungen umzugehen. Für wichtig halte sie, Gehrer, es aber vor
allem, weniger Parteipolitik in die Schule zu tragen, und sich
gemeinsam zu bemühen, Schule weiter zu entwickeln. "Ich halte es auch
für wichtig, dass wir die Ergebnisse, die bei diesen Wahlen erzielt
wurden, wahrheitsgetreu berichten", so Gehrer zum SPÖ-Abgeordneten:
"Die AKS hat nun 15 Vertreter, die Schülerunion 12, und es gibt zwei
Unabhängige." Das bedeute, dass die AKS vier Mandate weniger, die
Unabhängigen ein Mandat weniger, und die Schülerunion fünf Mandate
mehr habe. "Es hat sich also auch die konstruktive Arbeit der
Schülerunion gelohnt." Die Schülerunion habe sachliche
Diskussionsbeiträge wie die Vorverlegung des Frühwarnsystems ins
erste Semester oder die Verwendung von Leistungsmappen eingebracht.
Dafür hätten sie ein positives Feedback erhalten. "Dafür bedanke ich
mich bei den engagierten jungen Leuten", so Gehrer. ****
Auch die Behauptung Niederwiesers, dass junge Frauen weniger
Chancen aufgrund der Unterschiede zwischen Land und Stadt hätten,
wies Gehrer zurück. "Dieser Vergleich ist deswegen falsch, weil die
Bildungschancen nur am Bildungsergebnis gemessen werden können", so
die Ministerin, die in diesem Zusammenhang auf eine Untersuchung der
Statistik Austria verwies: "In den jüngeren Altersgruppen weisen
Frauen ein höheres Bildungsniveau auf als Männer. Da heißt, die
Bildungschancen hängen nicht davon ab, wie viel in die Unterstufe des
Gymnasiums oder in das Gymnasium gehen, sondern von den regionalen
Angeboten - und damit ist Österreich sehr gut ausgestattet. Wir haben
die besten Bildungsangebote für Burschen und Mädchen in Österreich",
stellte die Ministerin klar.
Hinsichtlich der Altersgrenze bei der Zulassung zum
Unterrichtspraktikum nach der Lehramtsausbildung, das auf 45 Jahre
angehoben wird, stellte Gehrer fest, dass auch hier Ausnahmen möglich
seien. Sie, Gehrer, halte eine generelle Öffnung aber für falsch,
denn dadurch würde ein Rechtsanspruch entstehen. "Wollen Sie
wirklich, dass ein Seniorenstudent einen Rechtsanspruch auf ein
Schulpraktikum hat? Ich halte dies für eine Diskussion, die sich
deswegen nicht lohnt, weil in begründeten Fällen Ausnahmen gemacht
werden können. Wir wollen aber nicht, dass jeder einen Rechtsanspruch
darauf hat", schloss die Bildungsministerin.
(Schluss)
OTS0209 2004-07-09/15:40
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