GEHRER: KONSTRUKTIVE ARBEIT DER SCHÜLERUNION HAT SICH GELOHNT

Höheres Bildungsniveau bei jungen Frauen - Ministerin gegen völlige Abschaffung der Altersgrenze beim Unterrichtspraktikum

Wien, 9. Juli 2004 (ÖVP-PK) Bildungsministerin Elisabeth Gehrer ging heute, Freitag, bei der Bildungsdebatte im Nationalrat vor allem auf ihre Vorredner ein, beispielsweise auf die vom SPÖ-Bildungssprecher Niederwieser erwähnte Schülervertretungswahl. "Es ist wichtig, dass wir dieser einen hohen Grad beimessen, da junge Menschen Demokratie lernen und lernen, mit demokratischen Entscheidungen umzugehen. Für wichtig halte sie, Gehrer, es aber vor allem, weniger Parteipolitik in die Schule zu tragen, und sich gemeinsam zu bemühen, Schule weiter zu entwickeln. "Ich halte es auch für wichtig, dass wir die Ergebnisse, die bei diesen Wahlen erzielt wurden, wahrheitsgetreu berichten", so Gehrer zum SPÖ-Abgeordneten:
"Die AKS hat nun 15 Vertreter, die Schülerunion 12, und es gibt zwei Unabhängige." Das bedeute, dass die AKS vier Mandate weniger, die Unabhängigen ein Mandat weniger, und die Schülerunion fünf Mandate mehr habe. "Es hat sich also auch die konstruktive Arbeit der Schülerunion gelohnt." Die Schülerunion habe sachliche Diskussionsbeiträge wie die Vorverlegung des Frühwarnsystems ins erste Semester oder die Verwendung von Leistungsmappen eingebracht. Dafür hätten sie ein positives Feedback erhalten. "Dafür bedanke ich mich bei den engagierten jungen Leuten", so Gehrer. ****

Auch die Behauptung Niederwiesers, dass junge Frauen weniger Chancen aufgrund der Unterschiede zwischen Land und Stadt hätten, wies Gehrer zurück. "Dieser Vergleich ist deswegen falsch, weil die Bildungschancen nur am Bildungsergebnis gemessen werden können", so die Ministerin, die in diesem Zusammenhang auf eine Untersuchung der Statistik Austria verwies: "In den jüngeren Altersgruppen weisen Frauen ein höheres Bildungsniveau auf als Männer. Da heißt, die Bildungschancen hängen nicht davon ab, wie viel in die Unterstufe des Gymnasiums oder in das Gymnasium gehen, sondern von den regionalen Angeboten - und damit ist Österreich sehr gut ausgestattet. Wir haben die besten Bildungsangebote für Burschen und Mädchen in Österreich", stellte die Ministerin klar.

Hinsichtlich der Altersgrenze bei der Zulassung zum Unterrichtspraktikum nach der Lehramtsausbildung, das auf 45 Jahre angehoben wird, stellte Gehrer fest, dass auch hier Ausnahmen möglich seien. Sie, Gehrer, halte eine generelle Öffnung aber für falsch, denn dadurch würde ein Rechtsanspruch entstehen. "Wollen Sie wirklich, dass ein Seniorenstudent einen Rechtsanspruch auf ein Schulpraktikum hat? Ich halte dies für eine Diskussion, die sich deswegen nicht lohnt, weil in begründeten Fällen Ausnahmen gemacht werden können. Wir wollen aber nicht, dass jeder einen Rechtsanspruch darauf hat", schloss die Bildungsministerin.
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