Burkert-Dottolo: Sommercampus ohne ideologische Scheuklappen

Wien (OTS) - Der erste Sommercampus der Politischen Akademie, der heute Abend im Springer Schlössl in Wien-Meidling zu Ende geht, kann laut Direktor Dr. Günther Burkert-Dottolo vom Publikumsinteresse her gesehen, von der Akzeptanz und von der inhaltlichen Qualität als durchschlagender Erfolg bezeichnet werden. "Die Gesamthaftigkeit des Konzeptes macht den Sommercampus aus. Die Akademie hat sich als Kompetenzzentrum für Veränderungsprozesse hervorragend positioniert".

Positive Kultur des Wandels

Wie Direktor Dr. Burkert-Dottolo weiter ausführte, seien Veränderungs-prozesse ja nicht das Privatvergnügen eines Regierungschefs, sondern müssten viel mehr von der Bevölkerung, aber auch von Funktionären und Mandataren verstärkt mitgetragen werden. Diese Notwendigkeit hätten aber noch nicht alle erkannt. So würden auch viele die Ansicht vertreten, dass der Österreich-Konvent keine geeignete Institution für Veränderungen sei. Zuerst müsse man Systeme in Frage stellen, dann erst könne man die Veränderung angehen. "Wir brauchen eine positive Kultur des Wandels und müssen dabei viele Ängste überwinden." Veränderung sei ein Prozess mit großen Unsicherheitsfaktoren. Der Sommercampus zeigt, wie man lernen kann, mit diesen umzugehen.

Den Österreich-Konvent hält Burkert-Dottolo nicht für das geeignete Gremium für Veränderungsprozesse. "Die Institutionen in der Republik sind die Schöpfung einer Situation vor rund 150 Jahren. Was damals passiert ist, erfolgte unter gewissen Bedingungen. Jetzt werden im Österreich-Konvent kleine Rädchenstellungen und Nachjustierungen vorgenommen, die da und dort eine Kleinigkeit bewirken." Aber in Wirklichkeit ginge es ums große Rad. Er stelle nicht den Föderalismus in Frage, sehr wohl aber, ob das, was heute vielfach an Ausprägung gegeben sei, noch zukunftsfähig sei.

Komplexität des Konzeptes hat sich bewährt

Zur Abwicklung und Form des Sommercampus meinte Dr. Burkert-Dottolo: "Die Komplexität hat sich sehr bewährt. Während des Tages und auch in den Abendveranstaltungen wurde in insgesamt 50 verschiedenen Veranstaltungen aufgezeigt, wie Veränderungen aussehen und was sie mit sich bringen". Sehr gefragt sei in diesem Sinne der Workshop Changemanagement für Gemeinden gewesen. In vielen Ländern gebe es massive Veränderungstendenzen. Bezirksgrenzen hätten heute vielfach nicht mehr die Bedeutung von früher - übergreifende Zusammenarbeit in vielen Gebieten selbstverständlich.

Vergnügen und Bereicherung

Lothar Grabner, zuständig für Trend- und Zukunftsforschung in der Volkswagen AG, äußerte spezielle Anerkennung für das Programm des Sommercampus. "Ich empfand das als Vergnügen und Bereicherung - und habe mir eine ganze Woche dafür Urlaub genommen. Wenn man in einem Unternehmen mit Trend- und Zukunftsforschung zu tun hat, muss man über den Tellerrand blicken. Das Spektrum der Top-Experten und Promis war einzigartig."

Schwerpunktthema 2005 - Identitäten

Das Thema "Veränderung" bleibt als Generalthema für den Sommercampus 2005 erhalten. Der Schwerpunkt werde aber nächstes Jahr "Identitäten" sein - angesichts von 60 Jahre Österreich, 50 Jahre Staatsvertrag eine höchst spannende Themensetzung. Grundsätzlich habe sich die Mischung aus Wissenschaftern und wissenschaftsnahen Personen, und Personen die aufgrund ihrer Persönlichkeit Veranstaltungen tragen, als exzellent und bestens herausgestellt.

Der Werbe-Teaser des Sommercampus "Wie schmeckt Zukunft?" zeigt, wie man mit Veränderung umgehen kann. Man muss sie schmecken, also mit den Sinnen wahrnehmen, was sofort Emotionen auslöst, und dann muss man sie unter Umständen verdauen, analysiert Burkert-Dottolo. "Dieser weite Bereich ist eine wahnsinnige Herausforderung für die Politik! Die Zukunft schmeckt nach mehr!"

Für die Politische Akademie zeigt sich nach acht Tagen Sommercampus ein eindeutiger Auftrag: "Wir müssen uns mehr auf Veränderungsprozesse im Ausbildungsbereich konzentrieren. Das zeigt sich vor allem dadurch, dass die Angebote im Coaching-Bereich großen Anklang gefunden haben und eigentlich permanent überbucht waren."

Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer ist überraschend jung. "Bei einem Eintrittspreis in der Höhe von etwa einer Kinokarte sieht man eindeutig, dass den jungen Besuchern am Campus die Teilnahme durchaus etwas wert ist", bestätigt Burkert-Dottolo begeistert.

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