- 09.07.2004, 13:29:23
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Mit "Bündnis mehr Familie" ist Kärnten Vorreiter für andere Bundesländer
Plattform soll Familie aufwerten - Auftaktveranstaltung mit LH Haider, Staatssekretärin Haubner und LR Dörfler
Klagenfurt (LPD) - Um die Familie auf allen Ebenen zu stärken und
die familienpolitische Diskussion zu vertiefen, wurde heute, Freitag,
das von Familienreferent Landesrat Gerhard Dörfler initiierte
"Bündnis mehr Familie" präsentiert. Im Anschluss an einen
Familienkongress unter dem Motto "Familie gestern - heute - morgen"
unterstrichen Landeshauptmann Jörg Haider, Staatsekretärin Ursula
Haubner, Landesrat Gerhard Dörfler sowie Bischof Alois Schwarz,
Superintendent Manfred Sauer und St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock
in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Bedeutung von Familie und
die Notwendigkeit zur weiteren Aufwertung und Unterstützung der
Familie.
LH Jörg Haider hob den Wert der Familie als sinnstiftende
Gemeinschaft hervor. Die Politik habe die Rahmenbedingungen zu
setzen, um Familie erlebbar zu machen. In materieller Hinsicht sei
viel für Familien getan worden, erwähnte der Landeshauptmann das
Kinderbetreuungsgeld ebenso wie das Schulstartgeld,
Steuerbegünstigungen u.a. Kärnten werde hier ab nächstem Jahr noch
mit einer Geburtenbeihilfe in Höhe von 800 Euro die Situation weiter
verbessern.
Wichtig sei es, die Nachmittagsbetreuung zu verbessern und den
Familien für ihre Kinder diesbezüglich mehr freiwillige Angebote zur
Verfügung zu stellen. Auch berufliche Hilfen sowie zur
Berufsorientierung seien zu fördern. Kärnten habe sich bereits sehr
erfolgreich für Jugendbeschäftigung eingesetzt und nun sei auch ein
"Auffangnetz" für Lehrlinge, um neue Chancen zu erhalten, geschaffen
worden. Ziel sei es auch, die kostenlose Berufsreifeprüfung und damit
beruflichen Aufstieg zu ermöglichen. Auch der Religionsunterricht an
Berufsschulen werde etabliert. Weiters wies Haider auf die
zahlreichen Kulturangebote für die Familien hin. Hier achte man
darauf, dass Kultur auch für breiteste Bevölkerungsschichten
zugänglich sei und die Jugend weitestgehend integriert werde. Er
beharre auf solchen Kultur-Aktionen, auch wenn er dafür oftmals
kritisiert werde.
Klare Ablehnung gebe es von ihm für die Ausdehnung der
Wochenendarbeitszeit. Eine Ausweitung der Sonntagsarbeit komme nicht
in Frage, bekräftigte der Landeshauptmann. Hier dürfe es keine
Lockerung geben, denn dies würde sowohl die kulturellen als auch die
familiären Beziehungen zerstören, indem es dann keine Zeit mehr gäbe
etwa für die Kulturarbeit von Vereinen oder für die Pflege
gemeinsamer familiärer Tätigkeiten.
Staatssekretärin Haubner sagte, dass Kärnten mit seiner
Gesprächs- und Kooperationsplattform "Bündnis mehr Familie" eine
Vorbildwirkung für andere Bundesländer habe. Die Familienarbeit müsse
sozialrechtlich weiter verbessert werden, etwa durch bessere
Bewertung von Ersatzzeiten. Zusammen mit der Wirtschaft müßten noch
viel mehr familienfreundliche bzw. kindergerechte Maßnahmen umgesetzt
werden. Auch das Modell kinderfreundlicher Gemeinden werde von ihr
unterstützt. Insgesamt müssten die Eltern bei ihrer Erziehungsarbeit
unterstützt werden, wobei das Kindeswohl im Vordergrund zu stehen
habe und dafür viel stärker vorsorgend gewirkt werden müsse.
Bgm. Mock wies auf die Eigenverantwortung von Familien hin. Die
Gemeinden seien wichtige Partner der Familien. Es müsse auch alles
getan werden, um die Abwanderung aus ländlichen Regionen
hintanzuhalten.
Die Kirche leiste viel in der Ehevorbereitung, betonte Bischof
Schwarz. Es gelte, die Menschen innerlich stark zu machen. Familie
sei ein wesentlicher Schutzraum und eine Quelle von
Lebensmöglichkeiten. Superintendent Sauer anerkannte ebenfalls die
Bemühungen seitens der Politik. Es sei sehr gut, dass die Kirchen in
das Bündnis bzw. die Allianz für die Familien miteingebunden seien.
Familien seien Lernfelder für die Gesellschaft.
Familienreferent LR Dörfler betonte, dass auch die Medien sich
viel stärker und positiv um Familienbelange kümmern sollten. Das
Bündnis wolle auf breiter Ebene mit allen Partnern der Familie,
darunter Gemeinden, Wirtschaft, Kirchen, Bildungseinrichtungen,
Medien usw. zu konkreten Lösungsansätzen kommen. Die heutige
Veranstaltung sei der Start für diesen Arbeitsprozess, so Dörfler.
(Schluss)
OTS0162 2004-07-09/13:29
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