"Ferne Nachbarn" - Sommerliche Dokureihe im ORF

Wien (OTS) - Sommerzeit ist Reisezeit. Aber nicht die nahe
gelegenen Sommerdestinationen Griechenland oder Italien sind Inhalt der neuen Dokumentationsreihe "Ferne Nachbarn" - ab Sonntag, dem 11. Juli 2004, um 13.30 Uhr in ORF 2 -, sondern exotische Reiseziele wie Tansania, Chile oder Vietnam. Abseits von touristischen Pfaden zeigt die Sendung bis Ende August die Lebensumstände der Einheimischen und stellt die Länder von einer neuen Seite vor. Ab 5. September startet die Sendung "Heimat, fremde Heimat" wieder wie gewohnt sonntags um 13.30 Uhr.

Sonntag, 11. Juli 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Tazara - Der eiserne Weg in die Freiheit"

Tansania erstreckt sich von riesigen Seen im Innern bis zum Indischen Ozean, von den nördlichen Gebirgen bis zum südlichen Ruvuma River. Eine Fahrt mit der Eisenbahn ermöglicht den Blick auf das Land aus völlig anderer Perspektive. Die Tazara-Eisenbahn gilt als Perle der Ingenieurskunst. Ihr Bau war das größte Eisenbahnbauvorhaben nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Projekt der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit dient der Rehabilitierung und technischen Verbesserung der Strecke mit dem Ziel, Unfälle zu vermeiden und die Linie kostengünstiger zu machen.

Sonntag, 18. Juli 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Albanien"

Österreich hat auf Grund seiner geopolitischen Lage großes Interesse an Stabilität und einer raschen wirtschaftlichen sowie sozioökologischen Entwicklung der mittel- und südosteuropäischen Länder. Albanien ist daher ein wichtiges Schwerpunktland der österreichischen Ostzusammenarbeit. Die Hilfe konzentriert sich vor allem auf die Bereiche Umwelt, Energie, Wasser, Bildung und Jugend. Die Unterstützung von Frauen in der Politik ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag Österreichs zur Gender Equality in diesem traditionell patriarchalischen Land.

Sonntag, 25. Juli 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Uganda"

Perle Afrikas - so hat einst der britische Premierminister Winston Churchill Uganda genannt. Die Reize des Landes sind bis heute erhalten geblieben, aber ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg und die Schreckensherrschaft des Diktators Idi Amin haben für eine Vielzahl gravierender Probleme gesorgt: Uganda zählt zu den zwanzig ärmsten Staaten der Welt, das Land ist hoch verschuldet, weist eine sehr hohe Bevölkerungsdichte auf und die Lebenserwartung beträgt im Schnitt nur 44 Jahre. "Ferne Nachbarn" zeigt anhand einiger Beispiele wie Uganda seine Probleme zu bewältigen versucht, zeigt einen geschichtlichen Überblick Ugandas sowie ein Porträt der Hauptstadt Kampala.

Sonntag, 1. August 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Vietnam: Mit einem Lächeln in die Zukunft"

Kein anderes Land hat derart unter Kriegen und Invasoren gelitten wie Vietnam in seiner viertausendjährigen Geschichte. Trotz kapitalistischer Ambitionen wird der kommunistische Landesvater und ehemalige Staatspräsident Ho Chi Minh noch immer glühend verehrt. Die Wirtschaft boomt in Zeitlupe, noch lebt jeder dritte Vietnamese unterhalb der Armutsgrenze. Das wertvollste Kapital des Landes sind seine Menschen, die sich mit einem Lächeln in eine bessere Zukunft aufgemacht haben. "Fremde Nachbarn" besucht drei erfolgreiche Entwicklungshilfeprojekte.

Sonntag, 8. August 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Im Reich der Mapuche -Die Indianer Chiles und ihr deutscher Bischof"

Die Mapuche, die Indianer Chiles, sind bei uns so gut wie unbekannt. Karl May hat über ihren Freiheitskampf nichts geschrieben. Nur die französische Literatur verherrlichte die kriegerischen Mapuche. Erst vor etwas mehr als 100 Jahren brach das chilenische Militär ihren Widerstand. Vor 100 Jahren übernahm der bayerische Kapuzinerorden die Missionierung. Bischof der Indianerdiözese Araucanien ist seit 25 Jahren der gebürtige Tiroler Sixtus Parzinger. Die Indianersiedlungen in Chile sind, anders als im Hochland von Peru, unschwer zu erreichen. Die Menschen erreicht aber nur, wer christliche Elemente mit indianischer Religiosität behutsam verbindet.

Sonntag, 22. August 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Burkina Faso"

Burkina Faso lautet seit dem 4. August 1984 der offizielle Name von Obervolta. Übersetzt bedeutet das "Heimat der Würde", "Land der Unbestechlichen". Die ehemals französische Kolonie am Rande der Sahelzone in Westafrika ist der drittärmste Staat der Welt. Den 13 Millionen Burkinabé mangelt es vor allem an Wasser, Nahrung sowie an Schulen und Bildungseinrichtungen. "Ferne Nachbarn" zeigt, wie die Menschen in Burkina Faso, die 60 verschiedenen ethnischen Gruppen angehören, trotz bitterster Armut friedlich miteinander leben, und stellt Projekte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) vor, die mithelfen sollen, die Situation der Burkinabé zu verbessern: Am wichtigsten sind Projekte im Bildungssektor sowie der Kampf gegen die Ausbreitung der Wüste.

Sonntag, 29. August 13.30 Uhr: "Ferne Nachbarn: Nicaragua"

Nicaragua ist der größte und ärmste Staat Zentralamerikas. Das Land weist eine relativ geringe Bevölkerungsdichte auf, hat aber das höchste Bevölkerungswachstum der Region und deshalb auch das niedrigste Durchschnittsalter von unter 18 Jahren. 80 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Schwerpunkt der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) ist deshalb der Kampf gegen Armut und Landflucht. "Ferne Nachbarn" stellt die wichtigsten Projekte der ÖEZA in Nicaragua vor und zeigt ein Porträt der Hauptstadt Managua.

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