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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Sorge" (Von Werner Rohrhofer)
Ausgabe vom 7. Juli 2004
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Linz (OTS) - Eine Nation ist in der Hoffnung vereint - in der
Hoffnung auf ein medizinisches Wunder, das die Ärzte im Wiener AKH im
Fall Thomas Klestil wirken sollten. Für einen Staatsmann, der während
seiner aktiven Zeit nicht unumstritten war. Dem aber auch Kritiker
nicht sein Engagement im Sinne der Republik und seine
uneingeschränkte Liebe zu Österreich absprechen konnten.
Klestils Formulierung "mit großer Sorge" wurde zur stehenden Wendung
in vielen Bereichen, manchmal auch zum Anstoß für Satire. Doch wenn
Klestil von "großer Sorge" sprach, so war dies tatsächlich der
Ausdruck einer tiefen Besorgnis um das Land und seine Bürger in manch
schwieriger politischer Situation. In "großer Sorge" sprach ein
überzeugter Mahner, auch wenn es den "Ermahnten" nicht immer angenehm
war.
Und so ist es wie eine Art von "Rückerstattung", wenn jetzt die
Österreicherinnen und Österreicher in Gedanken und Gebeten in "großer
Sorge" um Thomas Klestil sind. Aus ehrlichem Herzen und in der
Hoffnung, dass der Bundespräsident mithilfe seiner Ärzte die
lebensbedrohliche Krise meistern kann.
OTS0173 2004-07-06/19:41
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