Mietervereinigung: Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaften lässt keine gute Zukunft für MieterInnen erwarten

Wien (SK) Die Bundessekretärin der Mietervereinigung,
Gabriela Fiala, wandte sich vehement gegen die heutigen Aussagen von Finanzminister Grasser anlässlich der Vertrags-Unterzeichnung zum Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaften, dass diese wörtlich 'mit Sicherheit in eine gute Zukunft' gehen würden. "Davon kann keine Rede sein. Angesichts der gebrochenen Verkaufsversprechen an die MieterInnen, ist die ausbedungene Nachbesserungspflicht in den Verkaufsverträgen durchaus als Ankündigung für gesetzliche Änderungen zu sehen, die zu Mieterhöhungen führen", so Fiala am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Fiala kritisierte die "geradezu unendliche Geschichte", die seit 2000 von Unprofessionalität, nicht eingehaltene Zusagen an die MieterInnen und Beratungshonoraren von 10,9 Mio. Euro geprägt ist. "Von der vollmundigen Ankündigung, dass die Mieterinnen und Mieter zu Wohnungseigentümern werden, ist nichts geblieben", so Fiala. Tatsächlich wurden die Mieter mit einer Verkaufsverhinderungsaktion konfrontiert und mit gesetzwidrig überhöhten Preisen. "Die Klagen der Arbeiterkammer dagegen wurde in allen Instanzen zu Gunsten der Mieter entschieden. Trotzdem blieben die MieterInnen auf der Strecke", so Fiala.

"Das Ergebnis ist eine Verschleuderung der Wohnungen an Investoren um den Preis von 300 Euro pro Quadratmeter, während den MieterInnen ihre eigenen Wohnungen um 1400 Euro pro Quadratmeter hätten kaufen müssen", so Fiala. "Hätte man den Mieterinnen und Mietern ihre Wohnungen ähnlich günstig angeboten, wären viele nun Eigentümer ihrer eigenen Wohnung", ist Fiala überzeugt, die abschließend noch einmal ihre Befürchtung, dass es zu Mieterhöhungen kommt, betonte: "Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Regierung vor gesetzlichen Änderungen zu Ungunsten der Mieterinnen und Mieter keinesfalls zurückschreckt, sondern im Gegenteil immer wieder gerade solche Gesetze beschließt, die direkt oder indirekt höhere Kosten für die MieterInnen verursachen." (Schluss) up/js/mm

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