- 06.07.2004, 10:36:19
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"Weltjournal" am 7. Juli im ORF: Portugal startet durch
Wien (OTS) - Annette Scheiner präsentiert das ORF-Auslandsmagazin
am Mittwoch, dem 7. Juli 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 u. a. mit einem
Bericht über das bisher eher unbekannte Portugal, das zuletzt
international von sich reden machte.
Portugal: Vorstoß ins Mittelfeld
Am Rande der Fußball-Europameisterschaft gab es unerwartete Szenen
der Verbrüderung: Griechische und portugiesische Fans feierten, unter
der Fahne der EU, gemeinsam den Sieg zweier Länder, die bisher eher
am Rande der EU gestanden waren. Erst vor dreißig Jahren hatte die
Nelkenrevolution Portugal die Demokratie gebracht und das Tor nach
Europa geöffnet. Der Weg von der verarmten und isolierten
Kolonialmacht unter autoritärem Regime zur westlichen Demokratie war
schwierig und erst jetzt rückt das Land ins europäische Mittelfeld.
Die erfolgreiche Ausrichtung der Europameisterschaft und die
Nominierung ihres Premiers José Manuel Barroso zum Präsidenten der
EU-Kommission haben den Portugiesen ein neues europäisches
Selbstbewusstsein gegeben, berichtet Lorenz Gallmetzer für das
"Weltjournal" aus Portugal.
Schweiz: Das Recht auf Freitod
Wenn Menschen an einer tödlichen Krankheit leiden, unerträgliche
Schmerzen haben, wünschen sie sich manchmal, freiwillig aus dem Leben
zu gehen und auf diesem Weg begleitet zu werden. In der Schweiz ist
das erlaubt, es gibt mehrere Suizidhilfe-Organisationen, die sich
solcher Menschen annehmen. Selbstverständlich wirft das viele Fragen
und Probleme auf, auch weil immer mehr Menschen aus dem Ausland in
die Schweiz kommen, um dort zu sterben. Diesen "Sterbetourismus" will
die Schweiz jetzt eindämmen und will auch die Bestimmungen für das
Recht auf Freitod strenger regeln, um Missbrauch auszuschließen.
Carola Schneider hat mit einem Mann gesprochen, der dieses Recht für
sich in Anspruch nimmt, und berichtet über die Diskussion um diesen
Grenzbereich des Lebens.
Nordirak: Als das Giftgas kam
Saddam Hussein ist vergangene Woche zum ersten Mal einem Richter
vorgeführt worden. Damit hat das Verfahren gegen einen der
grausamsten Diktatoren unserer Zeit begonnen. Unzählige Verbrechen
gegen die Menschlichkeit werden ihm vorgeworfen, unter ihnen hat der
Giftgasangriff auf die eigene Bevölkerung in der kurdischen Stadt
Halabja besonderes Gewicht. Das seelische Leid, die Spuren des
verheerenden Massakers sind 16 Jahre später noch immer
allgegenwärtig, nirgends ist der Hass auf den ehemaligen irakischen
Machthaber so lebendig wie hier. Der Kurde Hasan Akram hat - anders
als zwei seiner Brüder - den Giftgasangriff überlebt und ist nach
Deutschland geflüchtet. Nach dem Sturz Saddam Husseins ist er in den
Nordirak zurückgekehrt, in Halabja sucht er nach den Spuren seiner
Angehörigen. Rainer Mostbauer hat ihn dorthin begleitet.
Westafrika: Der Weg der Verzweiflung
Putsch, Bürgerkrieg, Gewaltexzesse - der einst blühende
westafrikanische Staat Elfenbeinküste versinkt im Chaos. Das haben
Millionen Gastarbeiter aus dem benachbarten Burkina Faso zu spüren
bekommen, sie wurden Opfer der Aggressionen. Im eigenen Land vom
Hunger bedroht, hatten sie hier ein bescheidenes Auskommen gefunden,
jetzt mussten sie neuerlich flüchten - vor Hass und Gewalt. Ihr Weg
hat sie zurück in die Heimat geführt, wo sie nun erst recht vor dem
Nichts stehen. Andreas Forst berichtet über den Leidensweg dieser
Menschen und über ihre Versuche, sich neuerlich eine Existenz
aufzubauen.
OTS0065 2004-07-06/10:36
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