"Weltjournal" am 7. Juli im ORF: Portugal startet durch

Wien (OTS) - Annette Scheiner präsentiert das ORF-Auslandsmagazin am Mittwoch, dem 7. Juli 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 u. a. mit einem Bericht über das bisher eher unbekannte Portugal, das zuletzt international von sich reden machte.

Portugal: Vorstoß ins Mittelfeld

Am Rande der Fußball-Europameisterschaft gab es unerwartete Szenen der Verbrüderung: Griechische und portugiesische Fans feierten, unter der Fahne der EU, gemeinsam den Sieg zweier Länder, die bisher eher am Rande der EU gestanden waren. Erst vor dreißig Jahren hatte die Nelkenrevolution Portugal die Demokratie gebracht und das Tor nach Europa geöffnet. Der Weg von der verarmten und isolierten Kolonialmacht unter autoritärem Regime zur westlichen Demokratie war schwierig und erst jetzt rückt das Land ins europäische Mittelfeld. Die erfolgreiche Ausrichtung der Europameisterschaft und die Nominierung ihres Premiers José Manuel Barroso zum Präsidenten der EU-Kommission haben den Portugiesen ein neues europäisches Selbstbewusstsein gegeben, berichtet Lorenz Gallmetzer für das "Weltjournal" aus Portugal.

Schweiz: Das Recht auf Freitod

Wenn Menschen an einer tödlichen Krankheit leiden, unerträgliche Schmerzen haben, wünschen sie sich manchmal, freiwillig aus dem Leben zu gehen und auf diesem Weg begleitet zu werden. In der Schweiz ist das erlaubt, es gibt mehrere Suizidhilfe-Organisationen, die sich solcher Menschen annehmen. Selbstverständlich wirft das viele Fragen und Probleme auf, auch weil immer mehr Menschen aus dem Ausland in die Schweiz kommen, um dort zu sterben. Diesen "Sterbetourismus" will die Schweiz jetzt eindämmen und will auch die Bestimmungen für das Recht auf Freitod strenger regeln, um Missbrauch auszuschließen. Carola Schneider hat mit einem Mann gesprochen, der dieses Recht für sich in Anspruch nimmt, und berichtet über die Diskussion um diesen Grenzbereich des Lebens.

Nordirak: Als das Giftgas kam

Saddam Hussein ist vergangene Woche zum ersten Mal einem Richter vorgeführt worden. Damit hat das Verfahren gegen einen der grausamsten Diktatoren unserer Zeit begonnen. Unzählige Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden ihm vorgeworfen, unter ihnen hat der Giftgasangriff auf die eigene Bevölkerung in der kurdischen Stadt Halabja besonderes Gewicht. Das seelische Leid, die Spuren des verheerenden Massakers sind 16 Jahre später noch immer allgegenwärtig, nirgends ist der Hass auf den ehemaligen irakischen Machthaber so lebendig wie hier. Der Kurde Hasan Akram hat - anders als zwei seiner Brüder - den Giftgasangriff überlebt und ist nach Deutschland geflüchtet. Nach dem Sturz Saddam Husseins ist er in den Nordirak zurückgekehrt, in Halabja sucht er nach den Spuren seiner Angehörigen. Rainer Mostbauer hat ihn dorthin begleitet.

Westafrika: Der Weg der Verzweiflung

Putsch, Bürgerkrieg, Gewaltexzesse - der einst blühende westafrikanische Staat Elfenbeinküste versinkt im Chaos. Das haben Millionen Gastarbeiter aus dem benachbarten Burkina Faso zu spüren bekommen, sie wurden Opfer der Aggressionen. Im eigenen Land vom Hunger bedroht, hatten sie hier ein bescheidenes Auskommen gefunden, jetzt mussten sie neuerlich flüchten - vor Hass und Gewalt. Ihr Weg hat sie zurück in die Heimat geführt, wo sie nun erst recht vor dem Nichts stehen. Andreas Forst berichtet über den Leidensweg dieser Menschen und über ihre Versuche, sich neuerlich eine Existenz aufzubauen.

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