Verkauf der "KLIMT-VILLA" durch die Hintertür ?

Am 7. Juli könnte der Nationalrat Verkauf beschließen !

Wien (OTS) - "Drohender Immobilienskandal" lautete die Schlagzeile in der ZiB 1 am 7. Juni dieses Jahres, nachdem der Verein Gedenkstätte Gustav Klimt vor einem Verkauf des letzten Ateliers von Gustav Klimt seitens der Repulik Österreich gewarnt hatte, ohne dass wichtige Details der zukünftigen kulturellen Nutzung geklärt sind.

Umgehung des Finanzausschusses im Nationalrat am kommenden Mittwoch ?

Als Zwischenerfolg wurde erreicht, dass die Behandlung des Objektes "Feldmühlgasse 11" (1130 Wien) im Finanzausschuss des Nationalrats vom ursprünglich 8. auf den 30. Juni verschoben wurde. Am letzteren wurde erfreulicherweise die Klimt-Villa durch einen Abänderungsantrag gänzlich von der Regierungsvorlage genommen, doch es halten sich jetzt hartnäckige Gerüchte, dass am Mittwoch, dem 7. Juli, in der 2. Lesung im Plenum des Nationalrats durch einen kurzfristig eingebrachten Antrag die Klimt-Villa nun doch wieder aus der Liste der unveräußerlichen "historischen Objekte" gestrichen werden soll. Somit wäre der Weg frei, die Klimt-Villa seitens des Wirtschaftsministeriums zu veräußern, ohne dass die Unklarheiten bzgl. kultureller Auflagen im Vorfeld geklärt wurden. Der Klimt-Verein, der sich seit seiner Gründung 1999 um die Klimt adäquate Nutzung der Klimt-Liegenschaft bemüht, warnt vor einer quasi "Blanko-Ermächtigung", die dem Käufer nützen könnte, die Klimt-Widmung auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Keine "Klimt-Widmung" nach Verkauf ?

Äußerungen seitens des derzeitigen Favoriten für einen Kauf, Dr. Wilhelm Rasinger, neuer Geschäftsführer der WiMo GmbH bzw. der WiMo Gedenkstätte Verwaltungs GmbH (WiMo steht für Wien-Moskau) wie "Ich halte nichts davon, dass man eine große Klimt-Show aufzieht" und "Da sind sie in zehn Minuten durch" (APA, 7. Juni), lassen uns das Schlimmste befürchten.

Garant für eine Klimt-adäquate Nutzung des Areals könnte die Gemeinnützige Österreichische Baukultur Privatstiftung sein, die der Klimt-Verein als Partner gewinnen konnte und die selbst ein Anbot mit einem umfassenden kulturellen Konzept gelegt hat. Vorstandsmitglied der Stiftung Prof. Gerhard Tötschinger appelliert: "Die verantwortlichen Politiker sollen dieses würdelose Schauspiel um den Verkauf eines so wichtigen Kulturguts von Gustav Klimt, einem der herausragendsten internationalen Künstlerpersönlichkeiten, schleunigst beenden. Es ist schlicht und einfach nur peinlich für ein Land wie Österreich, das sich am internationalen Parkett gerne als Kulturnation sieht."

Rückfragen & Kontakt:

Verein Gedenkstätte Gustav Klimt
http://www.klimt.at
Feldmühlgasse 11
1130 Wien
Tel + Fax: 01 / 877 41 15

Dr. Georg Becker, Obmann
Mobil: 0676 / 725 70 94

Markus Landerer, Schriftführer
Mobil: 0699 / 1024 4216

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