Schicker: Immer mehr WienerInnen mit dem Rad unterwegs!

Umfassende Untersuchung zeigt: Maßnahmen zur Forcierung des Radverkehrs wirken

Wien (OTS) - Ein erfreuliches Ergebnis zeigt das Zwischenergebnis einer umfassenden Erhebung zum Radverkehr in Wien. Im Auftrag der Magistratsabteilung 18 wird im Zeitraum Juni 2002 bis Dezember 2005 erstmals eine umfassende Erhebung des Wiener Radfahraufkommens durchgeführt "Die ersten Ergebnisse sind jedenfalls überaus erfreulich: Immer mehr Wienerinnen und Wiener nutzen das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel - die Maßnahmen zur Forcierung des Radverkehrs greifen also", unterstrich Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker dazu am Montag. Im Sinne des Masterplan Verkehr 2003, der eine Forcierung des Umweltverbund-Verkehrs als Schwerpunkt hat, soll der Radverkehr bis 2010 auf 8 Prozent verdoppelt werden, dafür werden in den nächsten Jahren 30 Mio. Euro investiert.****

Mit den nunmehr acht Dauerzählstellen, den im Jahr 2005 vorgesehenen händischen Erhebungen bzw. den Auswertungen weiterer vorliegender Daten soll im Rahmen der Studie bis Ende 2005 ein Abbild der Radnutzung in Wien ermittelt werden. Mit Juni 2004 können auf Basis der bisher erhobenen Daten folgende wichtige Aussagen getroffen werden:

o Das Fahrrad wird - zumindest im dicht bebauten Gebiet - als alltägliches Verkehrsmittel verwendet. Dies zeigen die bis zu doppelt so hohen Zählergebnisse unter der Woche gegenüber den Wochenendwerten ebenso wie die sehr typische Verteilung der Radfahrer über den Tag. o Das Fahrrad wird in diesem Bereich im Lauf der Woche (Montag bis Freitag) kontinuierlich verwendet. Das zeigt, dass viele BürgerInnen regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind. o Das Fahrrad wird hier auch außerhalb der Sommermonate überraschend häufig verwendet. Als "Radfahrsaison" kann der Zeitraum April bis Oktober bezeichnet werden. Auch im Herbst/Winter gibt es (bis auf den Zeitraum von Mitte Dezember bis Mitte Jänner) erfreulich hohe Nutzerfrequenzen. o Die Ergebnisse der Zählstelle Lassallestraße - die ja im Nahbereich des Erholungsgebietes Donauinsel liegt - zeigen einen größeren Anteil an Freizeitverkehr mit längerer "Winterpause", wobei auch hier in der kalten Jahreszeit ein regelmäßiger Radverkehr unter der Woche zu verzeichnen ist. o Die "neuen" Zählstellen, die in periphereren Lagen liegen und seit Juli 2003 in Betrieb stehen (Kennedybrücke, Liesingbach, Langobardenstraße und Donaukanal) zeigen, dass auch in diesen Bereichen ein erheblicher Alltagsverkehr festzustellen ist. So wurde z.B. an den beiden Zählstellen Liesingbachradweg (Alterlaa) und Donaukanal (Höhe Nussdorf) zwei Drittel des Radfahraufkommens von Montag bis Freitag ermittelt. o Es bestätigen sich die hohen Summen der über den Zeitraum eines Jahres gezählten Radfahrer (z.B. ca. 1 Mio. Radfahrer am Opernring). o Der Vergleich der aktuellen Zählergebnisse mit den jeweils vorjährigen zeigt, dass die Benutzung des Fahrrads - in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen und der örtlichen Verkehrssituation (Baustellen, etc.) - ständig steigt. Das beweist, dass ein eindeutiger Trend zum Verkehrsmittel Fahrrad besteht. o Wie eine aktuelle Knotenstromzählung zeigt, wird die neue Citydurchfahrt zwischen Oper und Schottentor über die Augustinergasse, Herrengasse und Schottengasse in der "Radfahrsaison" von bis zu 1.600 Radfahrern/Tag angenommen, was einen Zuwachs von ca. 18% gegenüber 2002 bedeutet. Durch diese neue Route werden einerseits neue Ziele in der Innenstadt erschlossen, andererseits wird der westliche Abschnitt des Ringradwegs entlastet.

Der Bericht "Automatische Dauerzählung des Radverkehrs -Zwischenbericht Juni 2004" mit den genauen Ergebnissen und den dazugehörigen Grafiken steht wieder unter
http://www.snizek.at/radverkehr/dauerzaehlung.htm
als PDF Dokument zur Verfügung. Dort können auch die monatlich aktualisierten Zählergebnisse abgerufen werden.

Als eine wesentliche Maßnahme zur weiteren Förderung des Verkehrsmittels Fahrrad soll vor allem die Umsetzung der im Hauptradverkehrsnetz ausgewiesenen "Lückenschlussabschnitte" betrieben werden. Für das Jahr 2004 gibt es dazu ein umfangreiches Bauprogramm, dass sie ebenfalls im Internet unter
http://www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/bauprogramm.htm monatlich
aktualisiert abrufen können.

Die Ergebnisse der gegenständlichen Radverkehrserhebung zeigen jedenfalls deutlich, dass auch in den nächsten Jahren vor allem im dicht bebauten Gebiet eine weitere Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur, wie z.B. Ausbau der Hauptrouten, erweitertes Radfahren gegen die Einbahn, neue Abstellanlagen, etc. sinnvoll und notwendig ist. (Schluss) kel/gb

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