• 05.07.2004, 08:00:00
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Bein gerettet: Irina aus Minsk feiert 10. Geburtstag

AUVA-Unfallkrankenhaus Meidling übernimmt Behandlungskosten

Das Team vom AUVA-Unfallkrankenhaus Meidling
gratuliert Irina zum 10. Geburtstag. Im Bild v.l.n.r.: DGKS
Daniela, Pflegedienstleiterin Hermine Ebner, Prim. Univ.-Prof. Dr.
Rudolf Schedl , Ärztlicher Leiter, Geburtstagskind Irina, Mama
Tatjana und Oberarzt Dr. Georg Ittner.

Wien (OTS) - Irina Ilyna aus Minsk feiert in Wien zuversichtlich
ihren 10. Geburtstag. Dank der Behandlung im AUVA-Unfallkrankenhaus
Meidling bleibt ihr rechtes Bein erhalten und sie wird wieder ihren
Lieblingsbeschäftigungen Klavierspielen und Reiten nachgehen können.
Anfang April 2004 hatte ein Autobus das Kind auf dem Weg zum
Klavierunterricht niedergestoßen und mitgeschleift. Die Ärzte in
Minsk sahen nur eine Chance, zu amputieren: rund ein Drittel der
Muskeln des Beins waren von den Knochen getrennt, die Haut
abgeschabt, das Kniegelenk lag offen. Über Vermittlung des Malteser
Hospitaldienst Austria kam Irina am 25. April nach Wien ins
Meidlinger Unfallkrankenhaus der AUVA. Univ. Doz. Dr. Werner Girsch,
Oberarzt Dr. Georg Ittner und sein Team konnten mit insgesamt sechs
operativen Eingriffen das Ärgste verhüten. Die Wunden verheilen gut,
Irina ist seit Anfang Juni in häuslicher Pflege und hat Ende Juni
bereits ihr erstes Klavierkonzert in der Musikschule gegeben.

Fröhlich blinzeln Irinas dunkle Augen nach dem - immer noch
schmerzhaften - Verbandswechsel. Die Schiene wurde abgenommen und die
Physiotherapie beginnt. Ein Wienerisches "Autsch" rutscht über die
Lippen als ihr Oberarzt Dr. Georg Ittner Übungen zur Mobilisierung
des Kniegelenks zeigt. Er funktioniert das elastische Band um ihren
Fußballen in ein Zügelpaar um und schon geht es viel besser. Mama
Tatjana versucht ihre jüngere Tochter so gut es geht zu unterstützen.
Irina ist eine Ausnahmeerscheinung: sehr gut in der Schule - sie darf
in die nächste Klasse aufsteigen -, musisch talentiert und trotz der
schweren Verletzungen an Bauch und Bein kooperativ, fröhlich und
zuversichtlich. Dass sie seit einem Monat wieder Klavierspielen kann,
hat neue Lebenskraft gebracht.

Oberarzt Dr. Georg Ittner freut sich mit seiner Patientin und
ihrer Familie. Das Ärgste ist zwar vorüber, aber eine Operation in
Österreich ist noch notwendig: da auch die Nervenverbindung zwischen
Oberschenkel und Fuß getrennt wurde, soll Anfang August eine
Nerventransplantation (nervus peronäus) das selbstständige Anwinkeln
des Fußes erreichen. Ab Ende August wird aus medizinischer Sicht
einer Rückkehr nach Minsk nichts mehr im Wege stehen. Dr. Ittner:"
Unser Augenmerk galt zuerst der Vermeidung von Infektionen und der
drohenden Beinamputation. Weiters wollten wir eine möglichst große
Bewegungsfreiheit zu erreichen. Dies ist uns auch dank der guten
Vorarbeit der Kollegen in Minsk gelungen. Maßgeblich dazu beigetragen
haben Irinas gute Konstitution, modernstes Verbandsmaterial, das den
Heilungsprozess beschleunigt ("Wundmanagement"), und die Betreuung
durch unser Ernährungsteam, das entsprechende Aufbaunahrung zur
Kräftigung während der Zeit der Ruhigstellung zusammengestellt hat."

Die Auswirkungen der schweren Verletzungen werden Irina ihr Leben
lang begleiten: das rechte Bein wird nie mehr so aussehen wie vor dem
Unfall. Allerdings ihre Herzenswünsche, Klavier zu spielen und wieder
auf einem Pferd zu sitzen, wird sie sich erfüllen können. Dank ihrer
Einstellung und dem Halt in der Familie sind die Ärzte
zuversichtlich, dass Irina das Leben mit einer Behinderung meistern
kann.

Die Kosten für die komplette Behandlung im Unfallkrankenhaus
Meidling übernimmt die AUVA. Sie werden bis Ende August 2004 rund
23.000 Euro betragen.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS0005    2004-07-05/08:00

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