"Thema" am 5. Juli im ORF: Kinderpornos im Priesterseminar?

ORF-Redakteure blicken hinter die Mauern des Priesterseminars

Wien (OTS) - Die Staatsanwaltschaft ermittelt zurzeit im Priesterseminar in St. Pölten: Studenten sollen sich Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen haben. Der Seminarleiter hingegen ist von der Schuldlosigkeit seiner Schäfchen überzeugt. Roman Rafreider präsentiert "Thema" am Montag, dem 5. Juli 2004, um 21.05 Uhr in ORF 2.

Kinderpornos im Priesterseminar?

Haben sich Studenten des Priesterseminars in St. Pölten Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen? Dieser schwerwiegende Verdacht wird zurzeit von der Staatsanwaltschaft untersucht. Bei einer Hausdurchsuchung wurden insgesamt acht Zimmer von Priesteranwärtern auf Kinderporno-Material überprüft. Computer sowie diverse externe Datenträger wurden beschlagnahmt. Auf Grund des Verdachtsmoments wurde ein Seminarist dieser Tage nicht zum Priester geweiht. Die mögliche Kinderporno-Affäre im Priesterseminar St. Pölten hat bei den Betroffenen jedenfalls deutliche Spuren hinterlassen. Regens Ulrich Küchl, der Leiter der kirchlichen Institution, steht hinter seinen Schäfchen und ist von der Schuldlosigkeit der Studenten überzeugt. Für "Thema" blicken Andrea Puschl und Ursula Köhler hinter die Mauern des Priesterseminars.

In den Fängen der Ostmafia

Entführt, bedroht, in einen Käfig gesperrt. Erst als sein Freund ihn ausgelöst hatte, wurde ein 22-jähriger Oberösterreicher von seinen türkischen Peinigern wieder freigelassen. Begonnen hat der Albtraum für die beiden Oberösterreicher in einem Linzer Wettbüro. Dort lernten sie einen Mann kennen, der sie in das Wiener Spielermilieu einführte und gemeinsam mit seinen drei Komplizen abzockte. Als die beiden Burschen dann kein Geld mehr, dafür aber Spielschulden hatten, zeigten die vier Türken ihr wahres Gesicht. Die vier mutmaßlichen Täter sind mittlerweile in Haft, ihnen werden auch 28 Raubüberfälle und mehrere Einbrüche zur Last gelegt. Den beiden Oberösterreichern sitzt der Schock noch tief in den Knochen. Eines der Opfer schildert, wie die Spielschulden zum Albtraum wurden und sie in die Fänge der Ostmafia trieben. Petra Kanduth hat für "Thema" recherchiert.

Kinder im Auto: Spiel mit dem Tod

Sie werden durch das Auto geschleudert, durchschlagen die Windschutzscheibe: Kinderkörper als Spielball der Schwerkraft. Neun von zehn Kids sind als Mitfahrer im Auto gar nicht oder falsch gesichert. Von den jährlich 40 im Straßenverkehr getöteten Kindern verlieren mehr als die Hälfte im Pkw ihr Leben. Damit ist es statistisch gesehen für Kids gefährlicher mitzufahren, als allein mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs zu sein. Das sind die nackten Zahlen. Dahinter verbergen sich tragische Schicksale, so wie der Fall eines Kleinkindes, das den Crash im Auto seiner Mutter überlebte und jetzt querschnittgelähmt ist. Dabei wäre es so einfach, Kinder sicher im Pkw mitzunehmen. Ein "Thema"- Lokalaugenschein von Markus Stachl bringt ans Tageslicht, wie Eltern ihre Kinder teils wissentlich, teils unwissentlich gefährden.

Doc Flipper: Tierische Hilfe für Dominik

Der zwölfjährige Dominik leidet am Prader-Willi-Syndrom, einer seltenen genetisch bedingten Muskelschwäche. Er muss gewickelt werden und kann nicht sprechen. Seine Eltern setzen ihre letzte Hoffnung auf eine Erfolg versprechende Delfintherapie in Florida. Um Ihrem Sohn diese Therapie zu ermöglichen, hat sich die verzweifelte Familie in Schulden gestürzt. Ein solidarisches Zeichen hat nun der Vespaverein "Pussycats" in Ternitz gesetzt. Er veranstaltet ein internationales Vespatreffen in Altendorf in Niederösterreich, um Dominiks Reise zu Doc Flipper nach Key Lago in Florida zu finanzieren. Ronald Reisenbauer begleitete für "Thema" Dominik auf seiner Reise zu den Delfinen von Key Lago.

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