- 01.07.2004, 17:31:43
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SPÖ-Laschan: Mehr sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Altenpflege notwendig
Kritik am Oppositionsbericht über Untersuchungskommission zur Pflege in Wien: Anhäufung unzutreffender Behauptungen und Unterstellungen
Wien (SPW-K) - Für eine sachliche, statt von parteipolitischen
Motiven getragene Diskussion über die Altenpflege sprach sich
Donnerstag SPÖ-Gemeinderätin Dr. Claudia Laschan in ihrem
Debattenbeitrag im Gemeinderat über den Minderheitenbericht der
Opposition über die Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates
zu Vorfällen im Pflegebereich in einem Pavillons des
Geriatriezentrums Am Wienerwald aus. Den Bericht der Opposition
selbst bezeichnete sie als "geprägt von subjektiven Einschätzungen,
Spielen mit Gefühlen, Schüren von Angst, falschen Behauptungen und
Unterstellungen".
Punkt für Punkt widerlegte Laschan anhand von Fakten die
Kernaussagen des Minderheitenberichts und drückte ihr Bedauern über
die pauschalen Angriffe der Opposition auf das gesamte Personal des
Geriatriebereiches, vor allem aber das Pflegepersonal, das sich, so
die Mandatarin, tagtäglich aufopfernd um das Wohl der ihnen
anvertrauten älteren Menschen bemüht, aus. Als "bezeichnend" für den
fehlerhaften Oppositionsbericht führte Laschan zudem das Faktum an,
dass in dem Bericht auf die Zeugin Dr. Pilz vergessen worden sei.
Diese hätte u.a. behauptet, dass gegen den Willen der PatientInnen
Medikamente verabreicht worden wären. Dabei habe sich Pilz auf eine
anonyme Anschuldigung berufen, weshalb sie nicht einmal sagen habe
können, in welcher Einrichtung solche Vorfälle vorgekommen sein
sollen. Laschan: "Das sagt viel über die Qualität des Berichtes aus!"
"Seriös und Verantwortungsvoll ist es hingegen, Fakten zu sammeln,
den Ist-Zustand zu analysieren, Ziele zu definieren und daraus die
erforderlichen Maßnahmen abzuleiten. Das ist der sozialdemokratische
Weg", betonte die Mandatarin, die sich nicht zuletzt auch eingehend
mit dem Lebensumfeld der älteren Menschen in einer
"leistungsorientierten Wettbewerbsgesellschaft", ihren Ängsten und
Bedürfnissen auseinandersetzte. Sie regte an, mehr
Einfühlungsvermögen zu entwickeln, den Versuch zu unternehmen, sich
in den anderen Menschen gewissermaßen "hinein zu versetzen". "Ziel
aller Maßnahmen im Umgang und bei der Betreuung älterer Menschen muss
es immer sein, die Situation dieser Bevölkerungsgruppe wo immer
möglich zu verbessern", schloss Laschan. (Schluss)
OTS0311 2004-07-01/17:31
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