- 01.07.2004, 14:25:16
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PRÖLL: MIT NACHHALTIGKEIT KÖNNEN WIR NUR GEWINNEN
Festveranstaltung "Zwei Jahre Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung"
Wien (OTS) - In den vergangenen zwei Jahren ist es gelungen,
Österreich ein gutes Stück nachhaltiger zu machen. Dank der
Österreichischen Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung konnten
unterschiedlichste, oft widersprüchliche Anliegen unter einen Hut
gebracht werden - mit positiven Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft
und Wirtschaft. Wesentliche Voraussetzung dafür war das
Zusammenwirken von Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie
vieler Bürgerinnen und Bürger. Diese Bilanz zog Umweltminister Josef
Pröll anlässlich des heute, Donnerstag, im Wiener Museumsquartier vom
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft veranstalteten Festes "Nachhaltigkeit hochhalten".
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Mit dem 2. Arbeitsprogramm zur Umsetzung der
Nachhaltigkeitsstrategie, das am 28. Juni 2004 vom Ministerrat
beschlossen wurde, sind die nächsten Meilensteine fixiert. In vielen
Bereichen sind wir zwar noch nicht am Ziel, aber auf gutem Weg zu
einem nachhaltigen Österreich. Nur so können wir unsere hohe
Lebensqualität, unseren dynamischen Wirtschaftsstandort und unsere
vielfältigen Lebensräume stärken und erhalten.
Zwei Gremien - das Komitee Nachhaltiges Österreich mit
VertreterInnen aus Ministerien, Sozialpartnern und Ländern sowie das
Forum Nachhaltiges Österreich mit WissenschaftlerInnen und
VertreterInnen der NGOs erarbeiten Maßnahmen und begleiten deren
Umsetzung. "Im Forum Nachhaltiges Österreich setzen sich
WissenschafterInnen und VertreterInnen der NGOs mit bewundernswertem
Engagement für das Gelingen der Österreichischen
Nachhaltigkeitsstrategie ein. Das Forum versteht sich nicht nur als
kritischer Begleiter der Österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie im
Sinne der Qualitätskontrolle. Eine Reihe von Initiativen ist durch
Mitglieder des Forums auf den Weg gebracht worden", erklärte dessen
Vorsitzender, Vizekanzler a.D., Josef Riegler. Als Beispiele nannte
Riegler Schwerpunkte für das Arbeitsprogramm der Bundesregierung
sowie Empfehlungen an den Österreich-Konvent zur Verankerung des
Nachhaltigkeitsprinzips in der Bundesverfassung.
Der Erfolg der Nachhaltigkeitsstrategie ist aber nicht nur von
politischen Gremien abhängig, sondern passiert vor allem auf der
lokalen und regionalen Ebene. Dort wird unmittelbar erlebbar, worum
es beim Thema Nachhaltigkeit geht: die Bedürfnisse der heute lebenden
Generation zu erfüllen, ohne dabei die nachfolgenden Generationen
einzuschränken.
Das im Ministerrat beschlossene Arbeitsprogramm stellt 80 neue
Maßnahmen für ein Nachhaltiges Österreich vor. Public Private
Partnerships für Nachhaltige Entwicklung, eine Bildungsstrategie oder
Projekte zur Nachhaltigen Gemeinde- und Regionalentwicklung sind nur
einige der Aktivitäten, die das Arbeitsprogramm vorsieht. Wichtiges
Anliegen ist es auch, in der Bevölkerung Bewusstsein für
Nachhaltigkeit zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten für jeden
Einzelnen aufzuzeigen. Nachhaltige Entwicklung muss greifbarer
werden. Nur so können wir nachhaltiges Wirtschaften auch realisieren.
Beispielgebend dafür sind die "Nachhaltigen Wochen", die im Herbst
2004 gemeinsam mit dem Handel erstmals durchgeführt werden. Damit
sollen die KonsumentInnen für das bereits bestehende reichhaltige
Warensortiment "nachhaltiger Produkte" zu sensibilisieren.
Gerade beim Thema Nachhaltigkeit ist europäische und globale
Zusammenarbeit unerlässlich. Die Europäische
Nachhaltigkeitsstrategie, die von den Staats- und Regierungschefs
2001 in Göteborg verabschiedet wurde und gerade einem Review
unterzogen wird, zeigt die Bedeutung, die dem Thema auch auf höchster
politischer Ebene beigemessen wird. Die Verbindung und Integration
von Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik ist ein europäisches
Schlüsselanliegen. Österreich ist aktiv an der Umsetzung beteiligt.
"Nachhaltigkeit" wird ein Schwerpunktthema der nächsten
EU-Präsidentschaft Österreichs sein. An Herausforderungen fehlt es
dabei nicht - der Kampf gegen die Armut breiter Teile der
Weltbevölkerung, den Rückgang der Artenvielfalt, die Klimaveränderung
oder die Auswirkungen des steigenden Verkehrsaufkommens erfordern das
Engagement jedes Einzelnen. Dies betonte Umweltminister Josef Pröll
abschließend.
(Schluss)
OTS0254 2004-07-01/14:25
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