• 01.07.2004, 11:34:17
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ASFINAG: positive Halbjahresbilanz zur Lkw-Maut in Österreich

Hohe Zuverlässigkeit durch bewährte Technologie

Wien (OTS) - Eine positive Bilanz zieht die ASFINAG über die
ersten sechs Monate seit der Einführung der fahrleistungsabhängigen
Maut für Kraftfahrzeuge mit mehr als 3,5 t höchst zulässigem
Gesamtgewicht auf Autobahnen und Schnellstraßen. "Dank der
Ehrlichkeit der Nutzer und der hohen Zuverlässigkeit des Mautsystems
konnte die ASFINAG die für das erste Halbjahr angepeilten Einnahmen
von ca. EUR 350 Mio. erreichen," ist Vorstandsvorsitzender Dr. Walter
Hecke zufrieden.

Die ASFINAG rechnet für das erste Mautbetriebsjahr 2004 mit
Gesamteinnahmen von ca EUR 721 Mio. Das österreichische Mautsystem
funktioniert einwandfrei, die vertragsmäßig festgelegten Quoten
wurden vom Mautbetreiber EUROPPASS, eine Tochterfirma des größten
europäischen Autobahnbetreiber Autostrade SpA erreicht und liegen
über den Erwartungen. Hecke: "Wir haben es gemeinsam geschafft, ein
weltweit technisch modernes Mautsystem pünktlich umzusetzen, das dem
Nutzer ermöglicht, ohne Anzuhalten die Maut zu entrichten."

"Aus diesem Grund ist es für mich unverständlich, dass der
Rechnungshofsprecher der SPÖ Günther Kräuter, diese Erfolgsgeschichte
durch nicht nachvollziehbare Argumente in Misskredit bringt. Trotz
unseres Bemühens, Herrn Abgeordneten Kräuter einzuladen, seine Zahlen
auf den Tisch zu legen und sachlich zu diskutieren, um somit
Mißverständnisse auf zuklären, verweigert er uns - auch schriftlich
- das Gespräch", sagt Hecke. Die von Herrn Abgeordneten Kräuter
immer wieder zitierte "Fehlerrate" gibt die technische Qualität des
Teilsystems "Datenübertragung von der Go-Box zur Mautantenne" an,
nicht jedoch die Zahl der nicht registrierten Transaktionen, die sich
in der Erfassungsquote widerspiegelt. Diese von Kräuter verwendete
Zahl, die er anscheinend mit der Fehlerrate verwechselt, liegt
naturgemäß höher, da auf diese Zahl neben den anderen technischen
Systemkomponeten (mehrere 1000 Antennen, 80 Rechner, 34 Server, etc.)
auch noch Fehler der Nutzer (Falschmontage der GO-Box) Einfluß haben.

Das Mautsystem ist von seiner technischen Komplexität und seiner
flächendeckenden Ausbreitung über ganz Österreich mit einem Handynetz
vergleichbar. Auch hier kommt es, wie jeder Handybenutzer aus eigener
Erfahrung weiß, auf Grund von kurzfristiger Nichtverfügbarkeit
manchmal zu Geschsprächsunterbrechungen. Genauso wie ein
Handynetzbetreiber nicht ein hundertprozent ausfallsicheres Netz
betreiben kann, wäre auch eine hundertprozentige Systemverfügbarkeit
beim Mautsystem technisch kaum zu erreichen und vor allem
wirtschaftlich nicht vertretbar.

Ebenso ist das Argument, dass der Ausweichverkehr auf eine hohe Zahl
technischer Fehler zurückzuführen sei, nicht haltbar. Das Hauptmotiv
für Verkehrszunahmen im untergeordneten Straßennetz, soweit sie
überhaupt auf Grund der Maut erfolgen, ist, dass die
Transportwirtschaft Maut sparen will. "Unsere Einladung an Herrn
Abgeordneten Günther Kräuter bleibt nach wie vor aufrecht, um ihm die
technische Funktionalität näher zu bringen und sich bei der ASFINAG
aus erster Hand zu informieren, anstatt sich auf nicht
nachvollziehbare Quellen zu verlassen", sagte Hecke abschließend.

OTS0124    2004-07-01/11:34

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