- 01.07.2004, 10:01:36
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"Österreich-Bild" im Sommer: Neue Dokus aus den Landesstudios
Wien (OTS) - Von der Geschichte des Radios in der Steiermark über
das "Leben mit der Blechlawine" bis zum Radler-Dorado Burgenland:
Neun brandneue "Österreich-Bild"-Dokumentationen aus den
Bundesländern sind ab 4. Juli 2004 um 18.30 Uhr in ORF 2 zu sehen.
Die Sendungen im Einzelnen:
Sonntag, 4. Juli: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Steiermark:
Steirische Radiogeschichte(n) - Vom Rundfunkpionier zum digitalen
Medium"
Am 15. Juni 1904 gelang dem Assistenten der TU Graz, Otto Nußbaumer,
die erste drahtlose Übertragung von Sprache und Musik. Er sang das
Dachsteinlied, das mit einem Funken-Sender in den 20 Meter entfernten
Raum übertragen wurde. 100 Jahre später wird in Graz die neueste
Entwicklung der Funktechnologie in einem Feldversuch erprobt: das
interaktive, digitale, terrestrische Fernsehen (DVB-T). Dazwischen
spannt das "Österreich-Bild" den Bogen von 100 Jahren
Mediengeschichte als Spiegel der technischen Entwicklung und der
Zeitgeschichte.
Sonntag, 11. Juli: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Burgenland:
Rund ums Rad"
Als "Land der Sonne" ist das Burgenland auch zum beliebten Rad-Dorado
geworden. Auf den Radwegen rund um den Neusiedler See ist heuer die
internationale Elite der Hochradfahrer unterwegs. Die Hochradler
ermitteln auf historischen und modernen Gefährten ihre
Worldchampions. Auf pannonischen Radwegen trainiert auch Radprofi und
Tour-de-France-Teilnehmer René Haselbacher. Auch für sie dreht sich
alles ums Rad: einen Bastler aus dem Südburgenland, der ein Fahrrad
komplett aus Holz gefertigt hat, und ein Mechaniker aus Neusiedl am
See, der sein ganzes Berufsleben der Reparatur und Pflege der
Drahtesel verschrieben hat.
Sonntag, 18. Juli: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Tirol: Die
Hutterer"
Fast 500 Jahre haben die Hutterer, eine Tiroler Täufergruppe, mit
ihrer religiösen und gemeinschaftlichen Grundeinstellung überlebt:
Heute leben sie, teilweise wirtschaftlich sehr erfolgreich, in den
USA und Kanada. Der Tiroler Erfolgsautor Felix Mitterer hat nach
ausgiebigen Recherchen ein Theaterstück für die Freilichtspiele auf
Schloss Rattenberg geschrieben. Die Sendung geht der Frage nach,
warum die Hutterer so lang überleben konnten.
Sonntag, 25. Juli: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Salzburg:
Biber, Bären, Bartgeier - die Rückkehr der Wildtiere"
Bären, Luchse und Wölfe, aber auch Waldrappe und Biber waren einst in
unserem Land heimisch. Einige dieser Tierarten wurden durch intensive
Jagd ausgerottet, andere durch die Einschränkung ihres Lebensraums.
Nun aber kehren sie langsam wieder zurück. Manche von selbst, wie
etwa Bären, die aus Slowenien einwandern. Fischotter und Bartgeier
sollen durch ausgeklügelte Projekte wieder angesiedelt werden. Was
von Naturschützern und Wissenschaftern mit freudiger Spannung
beobachtet wird, wird von Vertretern der Land- und Forstwirtschaft,
aber auch im Tourismus, mit gemischten Gefühlen gesehen. Diese
Skepsis muss bei den Wiederansiedlungsprojekten ebenfalls
berücksichtigt werden. Wie kann ein Miteinander funktionieren, haben
unsere ehemals heimischen Wildtiere überhaupt eine Chance, wieder in
ihrer ursprünglichen Heimat zu leben?
Sonntag, 1. August: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio
Oberösterreich: Der Atem des Inn"
"Der Atem des Inn" stellt das Leben der Menschen am unteren Inn vor -
Menschen, die eine gemeinsame aber auch trennende Geschichte haben,
Menschen, deren Eigenwilligkeiten legendär sind: ihre Wehrhaftigkeit,
ihr Selbstbewusstsein, ihre Gastfreundschaft, aber auch ihre
Rauflust. Seit 1779, als das Innviertel zu Österreich kam, ist der
untere Inn Grenzfluss zwischen Bayern und Oberösterreich. Mit der
ersten grenzüberschreitenden bayerisch-oberösterreichischen
Landesausstellung "grenzenlos" im neuen Europa besinnt man sich auf
die gemeinsamen Wurzeln. Das "Österreich-Bild" richtet den Blick
ebenso auf die Naturlandschaft wie auf die von Klöstern und
prächtigen Städten wie Schärding und Passau beherrschte
Kulturlandschaft, die die Menschen und ihr Leben geprägt haben.
Sonntag, 8. August: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Salzburg:
Leben mit der Blechlawine"
Ob Ferienbeginn, Fenstertage, Winterurlaub, Skiwochenenden oder
Kurzurlaube: Die Anrainer entlang der Tauernautobahn in Salzburg
haben keine Freude mit diesen Terminen. Grund dafür ist die
Blechlawine, die sich zu diesen Zeiten durch die Landschaft wälzt. An
Spitzentagen fahren 30.000 Fahrzeuge durch den Tauerntunnel,
tagelange Blockabfertigung und enorme Lärm- und Abgasbelastung sind
die Begleiterscheinungen. Protestaktionen der Betroffenen haben
nichts gebracht, die Menschen fühlen sich hilflos.
Während die einen mit den zweiten Röhren bei Tauern- und
Katschbergtunnel auf eine Entlastung hoffen, befürchten andere eine
weitere Zunahme des Verkehrs. Das Problem auf den Schwerverkehr zu
reduzieren wäre unseriös, da die kilometerlangen Staus an den
verkehrsreichen Wochenenden nämlich vorwiegend von Pkws und Wohnwagen
verursacht werden.
Das "Österreich-Bild" zeigt, wie Menschen auf der einen Seite neben
dem Stau leben müssen und andere von der Blechlawine profitieren.
Sonntag, 15. August: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Tirol:
Claudia de' Medici. Die Tiroler Landesfürstin aus der Toskana"
Hart, durchsetzungsfähig, leistungsorientiert, so wird Claudia de'
Medici beschrieben. Vor 400 Jahren, am 4. Juni 1604, wird sie in
Florenz geboren.1625 heiratet die bereits verwitwete Medici den
Tiroler Erzherzog Leopold V., Bruder des Habsburgerkaisers Ferdinand
II. In sechs Ehejahren bringt sie fünf Kinder zur Welt, darunter zwei
Söhne, die die landesfürstliche Nachfolge sichern.
Leopold V., Graf von Tirol, stirbt 1632. Claudia übernimmt, wie im
Testament des Tiroler Landesfürsten bestimmt, die Herrschaft der
gefürsteten Grafschaft Tirol, damals ein Gebiet, das vom Ziller im
Osten an den Gardasee bis nach Ala reicht, zu dem das heutige
Vorarlberg und das begehrte Elsass gehören. 14 Jahre lang regiert
Claudia allein.
In Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, der Pest und dunkler Ängste
der Bevölkerung vor Hexen und Dämonen sichert die Toskanerin vom
Florentiner Großherzogshof mit klugem Realismus die Herrschaft. Die
Befestigung in Ehrenberg wird ausgebaut. Bozen erhält mit dem
Merkantilmagistrat ein zukunftsweisendes Handelsgericht. In Innsbruck
erinnern der Claudiasaal, Claudiaplatz und die Claudiastraße im
Innsbrucker Saggen, Porträts in Schloss Ambras und kirchliche
Stiftungen an die erfolgreiche Landesfürstin. In der Jesuitenkirche
liegt Claudia de' Medici begraben.
Dieses "Österreich-Bild" zeichnet an diesen Schauplätzen ein Porträt
der tatkräftigen Tiroler Landesfürstin.
Sonntag, 22. August: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio
Vorarlberg: Mutterrollen - Frauen im Spagat zwischen Familie und
Beruf"
Längst ist es für Paare nicht mehr selbstverständlich, Kinder zu
haben. Denn seit Frauen Zugang zu Ausbildung und interessanten
Berufen haben, stehen sie vor der Frage, ob ihnen Kinder oder
Karriere wichtiger ist. Die österreichweit niedrigsten Geburtenzahlen
in Vorarlberg belegen, dass sich gerade im äußersten Westen offenbar
immer weniger Menschen für Kinder und Karriere entscheiden können
oder wollen. Ausgewählte persönliche Biografien zeigen, wie die
Rahmenbedingungen früher für Kinder waren und wie sie es heute sind.
Dieses "Österreich-Bild" steht auf drei Säulen: Es geht um die
gesellschaftliche, wirtschaftliche und medizinische Beleuchtung des
Themas. Letztlich geht es aber auch um die Frage, welche
Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit sich wieder mehr
Paare eine Zukunft mit Kindern vorstellen können.
Sonntag, 29. August: "Österreich-Bild aus dem Landesstudio Kärnten:
Kärntens Schatztruhe"
Am 1. Jänner 1904 wurde der Archivar des Kärntner Geschichtsvereines,
Dr. August Jaksch, in den Landesdienst übernommen und damit das
Landesarchiv als wissenschaftliche Anstalt begründet. Es beherbergt
jahrhundertealte urkundliche Bestände Kärntens. Von einer
Aufbewahrungsstätte historischen Schriftguts hat es sich innerhalb
eines Jahrhunderts zu einem florierenden Wirtschaftsbetrieb
entwickelt. Der kulturell interessierten Öffentlichkeit präsentiert
sich das Landesarchiv Kärnten heute als moderner multifunktionaler
Informationsdienstleister. Das "Österreich-Bild" gibt Einblick in die
verschiedensten Aufgabenbereiche dieser Institution unter
Berücksichtigung seiner bedeutendsten Schätze.
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