STANDARDWERK ZUR ÖSTERREICHISCHEN GESCHICHTE PRÄSENTIERT Präsident Khol stellt superbe Ueberreuter-Reihe im Hohen Haus vor

Wien (PK) - Die im Verlag Ueberreuter von Herwig Wolfram herausgegebene "Österreichische Geschichte" ist mit Erscheinen
der letzten beiden Bände Ende 2003 in Rekordzeit von nur sieben Jahren vollendet worden. Nationalratspräsident Andreas Khol lud daher heute ins Hohe Haus, um dieses Ereignis im Rahmen einer großen Feier gebührend zu würdigen. An der Veranstaltung nahm ein ebenso erlauchtes wie zahlreiches Publikum teil, darunter viele Politiker, Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Präsident Khol sagte in seiner Einleitung, es sei ein freudiger Anlass für jeden, der geschichtsbewusst ist und dem die österreichische Identität am Herzen liege, wenn ein solches Monumentalwerk fertig gestellt sei. Er, Khol, sei froh, dass
dieses große Standardwerk zur österreichischen Geschichte in diesem Hause präsentiert werde, das selbst ein Denkmal der vielfältigen Geschichte Mitteleuropas sei. Diese Edition sei ein Identität stiftendes Werk, eine Zierde für jede Bibliothek. Er habe dem Verlag gegenüber auch sofort sein Interesse an dieser Reihe bekundet und gemeint, diese müsse genau in diesem Haus präsentiert werden.

Der Präsident ging auf die einzelnen Fragestellungen dieses Geschichtskompendiums ein und zitierte Winston Churchill, der in
der Kenntnis der Vergangenheit den Schlüssel für das Erkennen der Zukunft gesehen hatte. Diese wunderbaren Bände, so Khol,
erweckten historisches Verständnis.

Dr. Fritz Panzer vom Verlag erklärte, die hier präsentierte Reihe sei das Hauptwerk der Verlagstätigkeit seines Hauses. Mit ihr sei ein couragiertes Projekt in einem erstaunlich kurzem Zeitraum realisiert worden, denn mit dem Erscheinen der letzten beiden
Bände sei nun ein Jahrhundertwerk komplett, bei dem es den
Autoren gelungen sei, inhaltliche Präzision und Genauigkeit mit einem Stil zu verbinden, der auch dem historischen Laien Verständnis für historische Abläufe vermittle. Dass dieses Projekt nicht nur in Wissenschaftskreisen Anerkennung gefunden
habe, zeige sich nicht zuletzt auch dadurch, dass pro Band
zwischen 7.000 und 12.000 Exemplare verkauft werden konnten.
Panzer dankte allen an dem Projekt Beteiligten und dem Nationalratspräsidenten für die Gelegenheit, die Reihe hier präsentieren zu können.

Zur Reihe selbst sprach Herwig Wolfram, der Herausgeber dieses 14-bändigen "Jahrhundertwerks". Auch er dankte den Mitarbeitern
und berichtete von der Werkgenese. Allgemeine Überlegungen zum Thema stellte schließlich noch Herbert Matis an. Er bezeichnete
die heutige Präsentation als einen Festakt für die österreichische Geschichtswissenschaft und zeigte sich erfreut darüber, dass ein großes und beispielloses Unternehmen, das Herausforderung und Wagnis bedeutet habe, erfolgreich zu Ende geführt werden konnte. Besonderer Dank gebühre dabei Herwig Wolfram, dem Spiritus Rector dieses Projekts, dessen Engagement maßgeblich zum Erfolg der Reihe beigetragen habe.

EIN JAHRHUNDERTWERK AUF 9.000 SEITEN

"Die ‚Österreichische Geschichte' ist die Antwort auf die jahrzehntelange Forderung nach einem umfassenden, mit modernen Methoden und aktuellem Wissensstand erarbeiteten Geschichtswerk
zum Raum Österreich", kommentiert Herwig Wolfram, ehemaliger Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, den Abschluss dieses umfangreichen Projekts. Mit ihm als
Herausgeber ist es gelungen, renommierte Historiker und Experten
der jeweiligen Epoche als Autoren zu gewinnen: Karl Brunner,
Heinz Dopsch, Ernst Hanisch, Alois Niederstätter, Verena Gassner, Karl Vocelka und Georg Scheibelreiter sind nur einige der
namhaften Wissenschaftler, die in ihren Werken die Historie Österreichs lebendig, zeitgemäß und literarisch ansprechend vermitteln.

Als Beitrag zum Österreich Millennium startete Ueberreuter 1996
das zunächst auf zehn Bände angelegte Projekt, das sich auch an das interessierte Publikum der Nichtwissenschaftler richtet. Man erweiterte das Konzept um vier Bände und schloss es Ende 2003 in einer Rekordzeit von nur sieben Jahren erfolgreich ab. "Damit
liegt nun ein umfassendes, auch international anerkanntes Standardwerk vor, das auf über 9000 Seiten die Vergangenheit Österreichs auf den neuesten Stand der Wissenschaft bringt. Ohne den unermüdlichen Einsatz von Prof. Herwig Wolfram, der auch die Idee zu diesem Meilenstein der modernen Geschichtswissenschaft hatte, und ohne die Unterstützung durch Bund, Länder und Kirchen hätte dieses anspruchsvolle Projekt nicht umgesetzt werden können", würdigt Fritz Panzer den Einsatz aller Beteiligten.

Die 11 Bände der "Österreichischen Geschichte" decken den
Zeitraum von 378 bis 1990 ab. In den drei Ergänzungsbänden werden Themenbereiche aufgegriffen, die in den regulären Bänden nicht oder nicht ausreichend dargestellt werden konnten. Sie befassen
sich auch mit der Zeit vor 378. Von der Urgeschichte Österreichs, über die Römerzeit bis hin zur Österreichischen Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert spannt das derzeit umfangreichste und fundierteste Nachschlagewerk zur Österreichischen Geschichte den Bogen.

So behandelt der 1. Band, "Grenzen und Räume", die Geschichte Österreichs vor seiner Entstehung, dabei den Zeitraum 378 bis 907 abdeckend. Der 2. Band, "Herzogtümer und Marken", setzt sich mit der Zeit bis 1156 auseinander, der 3. Band, "Die Länder und das Reich" behandelt die Epoche bis zur Machtübernahme der Habsburger im Jahre 1278. Der 4. Band, "Die Herrschaft Österreich", ist den ersten 130 Jahren der Habsburger-Dynastie in Österreich gewidmet, der 5. Band, "Das Jahrhundert der Mitte", schreibt die Geschichte bis Kaiser Karl V. fort. Die Bände 6 und 7, "Ständefreiheit und Fürstenmacht", befassen sich mit dem konfessionellen Zeitalter zwischen dem Thesenanschlag Martin Luthers über den Dreißigjährigen Krieg bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts. Der
8. Band, "Glanz und Untergang der höfischen Welt", setzt die Darstellung bis zum Wiener Kongress von 1814/15 fort. Das 19. Jahrhundert bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist Gegenstand des 9. Bandes, "Eine Chance für Mitteleuropa", während der 10. Band, "Der lange Schatten des Staates", die
Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts beschreibt. Abgeschlossen werden die elf Bände mit "Ökonomie und Politik", einem eigenen Buch zur österreichischen Wirtschaftsgeschichte.
Die drei Ergänzungsbände behandeln die Urzeit, die Römerzeit und die Entwicklung des Christentums in Österreich.

Ein Einzelband kostet 51,90 Euro, die gesamte Edition ist um
720 Euro zu beziehen. Neben der Leinen- gibt es auch noch eine Leder- und eine von Christian Ludwig Attersee gestaltete Künstlerausgabe, die sämtlich im Buchhandel erhältlich sind. (Schluss)

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