• 28.06.2004, 14:36:36
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Landes-Gesundheitsprogramm für Niederösterreich präsentiert

Schabl: Bei medizinischer Versorgung steht Qualität im Vordergrund

St. Pölten (NLK) - Die Gesundheitspolitik sei eines der zentralen
Themen der gesellschaftspolitischen Diskussion, sagte heute Landesrat
Emil Schabl bei der Präsentation des Landes-Gesundheitsprogramms für
Niederösterreich im Landhaus in St. Pölten. Niederösterreich sei
gemeinsam mit Oberösterreich Spitzenreiter in der Gesundheitspolitik
in Österreich. Nicht die Frage, was können wir uns leisten, sondern
was wollen wir uns leisten sei entscheidend, so Schabl. Bei der
medizinischen Versorgung stehe die Qualität im Vordergrund. Zudem
dürfe man die Gesundheitspolitik nicht losgelöst von sozialen Fragen
sehen.

Aufbauend auf eine Analyse wurden für Niederösterreich folgende
gesundheitspolitische Ziele formuliert: Bis 2010 soll die
Mortalität/Morbidität bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen
unter 65 Jahren um 10 Prozent gesenkt werden, bis 2020 sogar um 20
Prozent. Auch die Mortalitätsrate bei Krebserkrankungen soll bis 2010
um 10 Prozent gesenkt werden. In jeder Gesundheitsregion in
Niederösterreich soll bis 2005 eine eigenständige Versorgung von
mentalen/psychischen Störungen verwirklicht sein sowie bis 2010 eine
möglichst lückenlose Identifizierung von Risikopersonen von
Diabetes-Typ II erreicht werden. Weiters sollen bis 2010 Erkrankungen
des Bewegungsapparats bei den unter 65-Jährigen um bis zu 20 Prozent
reduziert werden. Auch der Anteil des Pro-Kopf- Konsums bei Alkohol
soll bis 2010 um 20 Prozent gesenkt werden; der Anteil der
Nichtraucher unter 15 Jahren sollte nahezu 100 Prozent betragen. 50
Prozent der niederösterreichischen Betriebe will man bis 2010 in das
österreichische Netzwerk "Betriebliche Gesundheitsförderung"
integrieren. Die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung soll bis
2010 über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auch eine flächendeckende
geriatrische Versorgung soll bis 2010 aufgebaut sein und die
Zufriedenheit der Niederösterreicher mit dem eigenen
Gesundheitszustand um 25 Prozent gesteigert werden.

Die Ergebnisse der zehn Arbeitskreise liegen nun vor wurden heute
besprochen. Bei der Akutversorgung nach einem Herzinfarkt und der
akuten Koronarsyndrome sei eine Struktur im Aufbau, die ab 2005 zu
"einer annähernd optimalen und für Österreich richtungweisenden
Versorgung dieser Patienten führen könnte". Besonders wichtig, sei es
auch, die Bevölkerung intensiv über die Risikofaktoren bei
Herzinfarkt und Schlaganfall aufzuklären. Deshalb wurde mit dem NÖ
Gesundheits- und Sozialfonds vereinbart, für 2005 Budgetmittel für
eine breite Informationskampagne anzufordern.

OTS0165    2004-06-28/14:36

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