- 28.06.2004, 11:58:17
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Mehr Kindersicherheit im Auto
LHStv. Ambrozy startete in der Gemeinde Ludmannsdorf "Rose-Distel-Aktion"
Klagenfurt (LPD) - Kinder sind im Straßenverkehr besonders
gefährdet. Um sie besser zu schützen, startete, heute Montag,
Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy, die
"Rose-Distel-Aktion". Sie wurde in der Gemeinde Ludmannsdorf
vorgestellt. Bei dieser Aktion, die in den Gesunden Gemeinden
Kärntens gemeinsam mit dem Verein "Grosse schützen Kleine"
durchgeführt wird, kontrollieren Schüler gemeinsam mit der Exekutive
vor Kindergärten und Schulen, ob Kinder in Kraftfahrzeugen durch
Gurte gesichert sind. Jene Eltern, die ihre Kinder anschnallen,
werden mit einer Rose belohnt. Diejenigen, welche die gesetzlichen
Vorschriften missachten, werden mit einer Distel und einem Merkblatt
symbolisch getadelt.
"Wurden im Jahr 2002 noch 25 Kinder auf österreichischen Straßen
bei Verkehrsunfällen getötet, so stieg die Zahl im Jahr 2003 auf 37.
Das ist mehr als eine ganze Schulklasse", so der Gesundheitsreferent:
Aus Angst vor Unfällen würden Eltern immer häufiger ihre Kinder mit
dem Auto selbst zur Schule bringen. Bis 2008 würden laut Ambrozy mehr
Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden als auf anderem Wege.
"Kinder sind im Straßenverkehr eine der größten Risikogruppen,
egal ob als Fußgänger Radfahrer oder als Beifahrer im Pkw. Besonders
betroffen seien die jüngsten Mitfahrer. "Ein Drittel der Kinder
zwischen dem ersten und vierten Lebensjahr werden nach wie vor
ungesichert mitgeführt", berichtete der Gesundheitsreferent.
Rund 17 Prozent aller im Auto mitfahrenden Kinder werden laut
Kuratorium für Verkehrssicherheit nach wie vor völlig ungesichert
transportiert, bis zu 80 Prozent der Kindersitze werden nicht richtig
benutzt. Ein ungesichertes Kind wird bei einem Frontalaufprall mit 50
km/h innerhalb einer Zehntelsekunde mit seinem30-fachem Körpergewicht
nach vorn geschleudert. Ein Sturz vom Dach eines dreistöckigen Hauses
hat den selben Effekt.
Die Kindersitzpflicht gilt für alle jungen Beifahrer unter zwölf
Jahren, die kleiner als 150 Zentimeter sind. Sie müssen mit
entsprechenden Rückhalteeinrichtungen in Pkw befördert werden.
Kinder, die größer als 1,50 Meter sind, dürfen entweder mit dem
angelegten Sicherheitsgurt auf dem Beifahrersitz oder auf den
hinteren Plätzen mitfahren. "Gurt und Kindersitz könnten Leben
retten", so Ambrozy: "Sie verhindern, dass Personen aus dem Auto
geschleudert werden und reduzieren die Schwere von Verletzungen.
(S E R V I C E: Tipps für den Kauf eines Kindersitzes: Der Sitz
muss dem Gewicht des Kindes entsprechen und fest im Fahrzeug
verankert werden können. - Er muss für das Auto geeignet sein, denn
nicht alle Rückhalteeinrichtungen passen in jedes Auto. - Die
häufigsten Fehler bei der Kindersicherheit sind Montagefehler, auf
die richtige Befestigung muss geachtet werden. - Der Sitz muss
getestet sein und der Norm ECE - R 44 entsprechen)
(Schluss)
OTS0103 2004-06-28/11:58
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