VP-Salcher: Mailath-Pokorny muss Vereinigte Bühnen-Bilanz vorlegen

40 Millionen Euro für Ronacher-Umbau sinnvoller verwenden

Wien (VP-Klub) - Aus dem Rechnungsabschluss 2003 ergibt sich ein im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegenes Kulturbudget von 191.081 Millionen Euro. Ausgestattet mit dieser Summe wäre es möglich, spannende und innovative kulturpolitische Schwerpunkte zu setzen. "Im Bezug auf die Budgetpolitik im Kulturbereich möchte ich zwei Hauptkritikpunkte herausgreifen. Erstens, die nicht vorgelegte Bilanz der Vereinigten Bühnen Wien und zweitens die geplante 40 Millionen Euro Investition in den Ronacher-Umbau", so der ÖVP Wien Kultursprecher, LAbg. Andreas Salcher zur heutigen Rechnungsabschluss-Debatte im Gemeinderat.

Salcher weiter: "Es herrscht völlige Unklarheit bei den Subventionen an die Vereinigten Bühnen Wien. Die mehrfachen Aufforderungen, Budgetzahlen vorzulegen und Einblicke in die Finanzgebarung zu gewähren, wurden bis jetzt mit Ignoranz gestraft. Nicht einmal im Geschäftsbericht 2003 der Wien Holding werden detaillierte Kennzahlen veröffentlicht - übrigens ein Hauptgrund, einen Geschäftsbericht zu erstellen. Ich fordere Kulturstadtrat Mailath-Pokorny daher erneut auf, dem Gemeinderat umgehend die Bilanz der Vereinigten Bühnen Wien vorzulegen. Ein in so hohem Ausmaß öffentlich subventioniertes Unternehmen wie die Vereinigten Bühnen Wien sollte zumindest jene Mindestanforderungen an Transparenz bei Geschäftsbericht und Bilanz erreichen, wie dies heute jedes private, börsennotierte Unternehmen tun muss."

"Ich stelle außerdem nach wie vor in Frage, ob es einen Bedarf an einem weiteren Musical-Haus in Wien gibt, noch dazu, wo das Musical seine Glanzzeit längst hinter sich hat und die Zukunft - auch international gesehen - alles andere als rosig ist. Außerdem wird die Sparte Musical nur hier so außergewöhnlich hoch subventioniert. Für sinnvoller erachte ich, einen Teil dieser Riesensumme dafür zu verwenden, Wien zur Stätte der besten Filmausbildung Europas zu etablieren und damit einen über die Grenzen Europas hinaus kulturpolitischen Schwerpunkt mit Nachhaltigkeit und Zukunft zu setzen. Als positives Zeichen bezüglich des Ronacher Umbaus werte ich aber die Ankündigung, den Baubeginn zu verschieben und die Tatsache, dass die Subvention bis dato nicht im Gemeinderat behandelt wurde. Offensichtlich wird also diese Entscheidung auch innerhalb der SP-Stadtregierung noch diskutiert", so Salcher abschließend. (Schluss)

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