- 28.06.2004, 10:40:37
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Rieder: Wiener Technologie- und Wirtschaftsoffensive fortsetzen
Wien (OTS) - Verantwortungsvolle Finanzpolitik zur Gestaltung der
Zukunft Wiens: 2003 insgesamt 150 Millionen Euro in Technologie- und
Wirtschaftsförderung investiert
"Mit einem Mix aus finanziellen und infrastrukturellen Maßnahmen
unterstützen wir die Modernisierung der Wiener Wirtschaft, um so die
Basis für ein Wien als grenzüberschreitendes
Hochleistungskompetenzzentrum zu legen. Alleine 2003 haben wir dafür
mit rund 150 Millionen Euro Technologieprojekte initiiert und
unterstützt sowie Wirtschaftsförderungsmaßnahmen gesetzt", erklärte
Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp
Rieder im Rahmen der Rechnungsabschlussdebatte für das Budgetjahr
2003.
Beispiel Schuldenstand: Bund betreibt Politik der
Lippenbekenntnisse
In diesem Zusammenhang kritisierte Rieder die Finanzpolitik des
Bundes: "Während Wien nach wie vor der Musterschüler in Sachen
Finanz- und Wirtschaftspolitik ist, betreibt der Bund den Weg der
reinen Lippenbekenntnisse." Entgegen allen Ankündigungen ist der
Schuldenstand der Republik in den letzten Jahren stark angestiegen:
Von 133 Milliarden Euro im Jahr 1999 auf 146 Milliarden Euro im Jahr
2003 (Schätzung BMF). Dieser Anstieg um 13 Milliarden Euro oder 9,7
Prozent steht im krassen Widerspruch zu den Ankündigungen der
Bundesregierung. Anders Wien: Der Schuldenstand der Bundeshauptstadt
konnte im selben Zeitraum von 2,189 Milliarden Euro auf 1,566
Milliarden Euro reduziert werden. Das ist ein Minus von 28 Prozent.
Forschungsquote: In Wien fast doppelt so hoch wie in
Gesamtösterreich
Auch die Daten über Forschungsquoten belegen die Einbahnpolitik
des Bundes. "Anstatt das Familiensilber zu verscherbeln, sollte
besser in Bildung, Forschung und Technologie investiert werden", so
Rieder weiter. Doch nach wie vor konnten die von der Bundesregierung
selbst gesteckten österreichweiten Ziele nicht erreicht werden. Die
Forschungsquote des Bundes liegt bei rund 2 Prozent des
Bruttoregionalprodukts (Das von der Bundesregierung erklärte Ziel war
2,4 Prozent bis 2005), Wien hat einen nahezu doppelt so hohen Wert
von etwa 3,7 Prozent (Werte 2003).
Ausgeglichenes Wiener Budget 2003:
o 537 Millionen Euro Schulden abgebaut und
o 2-Milliarden Euro Investprogramm durchgezogen
Trotz nachgebender Konjunkturdaten und explodierender
Sozialausgaben haben wir 2003 ausgeglichen bilanziert, 2 Milliarden
Euro an Investitionen getätigt und unser Schuldenabbauprogramm mit
537 Millionen Euro durchgezogen", so Rieder.
Der endgültige Rechnungsabschluss der Stadt Wien für das Jahr
2003 stellt bei einem Ausgabenrahmen von 9,818 Milliarden Euro ein
ausgeglichenes administratives Ergebnis sowie einen
Maastrichtüberschuss in der Höhe von
317,2 Millionen Euro dar. Der Rechnungsabschluss 2003 entwickelte
sich im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2002 wie folgt:
Rechnungsabschluss 2002 Rechnungsabschluss 2003 Einnahmen 9.492.480.317,53 9.818.379.609,11 Ausgaben 9.492.480.317,53 9.818.379.609,11 Abgang 0 0 Maastricht-Ergebnis 342.395.878,69 317.297.179,23
Rekord bei nachfragwirksamen Ausgaben: 3,3 Milliarden Euro für
die Wiener Wirtschaft
Auch die sogenannten nachfragewirksamen Ausgaben (sie ergeben
sich aus der Investquote, den geringwertigen Wirtschaftsgütern des
Anlagevermögens, der Instandhaltung, aus den diversen
Verbrauchsgütern, den Energiebezügen, den Transporten, den Mieten und
aus den Leistungsaufträgen) der Stadt Wien nehmen hier eine besondere
Rolle ein, kommen sie doch in Form von Aufträgen vor allem auch der
Wiener Wirtschaft zu Gute. Sie erreichten mit 3.287 Millionen Euro
einen Höchststand. Durch indirekte Effekte ist der
volkswirtschaftliche Nutzen dieser Ausgaben freilich noch wesentlich
höher.
Modernisierung: 150 Millionen Euro für die Wiener Wirtschaft
Die Mittel für Wirtschaftsförderung haben 2003 die Summe von
rund 150 Millionen Euro betragen. Damit wurde die Modernisierung der
Wiener Wirtschaft vorangetrieben, sowie die Vorbereitung der Wiener
Betriebe auf die EU-Er-weiterung unterstützt. Eines der zentralen
Ziele dabei war die Technologieoffensive der Stadt Wien. Die im Jahr
2002 gestartete, sehr erfolgreiche Förderung über sogenannte "Calls"
konnte im Jahr 2003 fortgesetzt werden.
Stabile Ressortbudgets
Das Gesamtausgabenvolumen erhöhte sich im Jahr 2003 gegenüber
2002 von 9,49 Milliarden Euro auf 9,82 Milliarden Euro.
o Investitionen - Bei den vorgesehenen investiven Ausgaben (Investitionen, Investitionsförderungsdarlehen, Kapitaltransfers und Beteiligungen), die für die Wiener Wirtschaft von besonderer ichtigkeit sind, konnte mit 1.337 Millionen Euro das hohe Niveau des Vorjahres gehalten werden. o Bau- und Baunebengewerbe - Die für das Bau- und Baunebengewerbe wichtigen wirksamen Ausgaben (sie setzen sich zusammen aus den baulichen Investitionen, der baulichen Instandsetzung, den Baukostenbeiträgen und aus Wohnbauförderungsmitteln) lagen mit 1.443 Millionen Euro immerhin um 3,5 Prozent über den präliminierten Werten. Das sind Mittel, die zum Großteil der Wiener Bauwirtschaft im Jahr 2003 in Form von Aufträgen
zugegangen sind.
o Wohnbauförderung - Einen wichtigen nachfragewirksamen Bereich
stellt die Wohnbauförderung dar. Dafür wurden im Jahr 2003 513 Millionen Euro aufgewendet, wobei wie schon in der Vergangenheit
die Sanierung von Immobilien besondere Bedeutung hatte.
o Arbeitsmarktpolitik - Im Rahmen des umfassenden Engagements
Wiens im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik wurden insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon dem Wiener Arbeitnehmer-Innenförderungsfonds WAFF 29,1 Millionen Euro, sowie weitere 5,9 Millionen Euro für Arbeitsmarktprojekte im
Rahmen der Stadt Wien.
o Sozialmaßnahmen - Für Sozialmaßnahmen, Alten- und
Behindertenhilfe standen mit 871 Millionen Euro um 2,95 Prozent mehr als im Vorjahr zur Verfügung. o Gesundheitsbereich - In diesem Bereich wurden für den ausgegliederten Wiener Krankenanstaltenverbund 629 Millionen Euro als Zuschuss geleistet. Für Spitäler anderer Rechtsträger wie etwa die Ordensspitäler standen wiederum 44 Millionen Euro zur Verfügung. Damit ist auch weiterhin ein hoher
Qualitätsstandard in diesem Bereich gesichert.
o Kultur - Der Aufwand für den Kulturbereich stieg gegenüber 2002
um 6 Millionen Euro auf 214 Millionen Euro, damit wird auch Wien weiterhin seinem Ruf und seiner Verpflichtung als Kulturmetropole gerecht.
Personalstand Sinkt - Trotz Übernahme Von Bundesaufgaben
Abschließend bleibt daher festzuhalten, dass der
Rechnungsabschluss 2003 die Richtigkeit der bereits eingeschlagenen
Verwaltungsmodernisierungsmaßnahmen unter Beweis stellt. Bei
sinkendem Personalstand wurden die Serviceangebote für die
Wienerinnen und Wiener - vor allem auch im e-governement-Bereich -
ausgeweitet. Dazu kommt die Übernahme von bisher durch den Bund
wahrgenommenen Aufgaben z.B. im Melde-, Fund- und Passwesen. Trotzdem
ist es gelungen, den Gesamtpersonalstand von 69.731 im Jahre 2002 um
nahezu 1.000 Vollbezugsäquivalente (umgerechnet auf volle Bezüge) auf
68.734 im Jahre 2003 zu senken.
Eckdaten Rechnungsabschluss 2003 (Steigerungsraten im
Vergleich zum Rechnungsabschluss 2002)
o Einnahmen: 9,818 Mrd. Euro / + 3,43 Prozent
o Ausgaben: 9,818 Mrd. Euro / + 3,43 Prozent
o Nachfragewirksame Ausgaben: 3,287 Mrd. Euro / + 0,5 Prozent
o Bauinvestsumme: 1,443 Mrd. Euro / - 0,5 Prozent
o Sozialmaßnahmen: 871 Mio. Euro / + 2,95 Prozent
o Gesundheitsbereich: 1,075 Mio. Euro / - 0,3 Prozent
o Kultur: 214 Mio. Euro / + 2,88 Prozent
o Schuldenstand 31.12.03: 1,566 Mio. Euro / - 25 Prozent
o Schuldenreduktion um 537 Mio. Euro
rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) mmr
OTS0061 2004-06-28/10:40
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