• 28.06.2004, 09:37:58
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AK Test deckt Abzockerei bei Parkgaragen auf

Viele Garagen verlangen eine neue volle Stunde, wenn Parkdauer nur eine Minute überschritten wird

Wien (OTS) - Parken in einer Wiener Parkgarage kann teuer kommen.
Das zeigt ein AK Test bei 21 Wiener Parkgaragen. Eine Stunde Parken
kann bis zu 4 Euro kosten und ist um durchschnittlich knapp 9 Prozent
teurer als noch vor zwei Jahren. Reinste Abzockerei ist für die AK,
dass rund 40 Prozent der untersuchten Garagen gleich eine neue volle
Stunde verrechnen, wenn die Parkdauer nur um eine Minute
überschritten wird. Die AK fordert daher eine Toleranzgrenze von bis
zu 10 Minuten.

Die AK hat die Preisveränderungen in 21 Wiener Parkgaragen erhoben
- Sommer 2003 gegenüber Frühjahr 2004. Überprüft wurden die Preise
pro Stunde, Tagespauschale, Wochentarif, Monatskarte, Preise für
Dauerparker sowie Nachtparker im Sommer und Winter. Zusätzlich wurde
geprüft, ob es bei einer minimalen Zeitüberschreitung pro
angefangener vollen oder halben Stunde eine Toleranzgrenze gibt.

Was kostet Parken in Wien?

Preise 2004 in Euro          Veränderung

                    billigste  teuerste Garage     in % zu 2002

1 Stunde                 1,20       4,00                 7,63

Tagespauschale          10,00      48,00                13,25

Wochentarif             13,30      99,20                12,27

Monatskarte             49,50     253,00                -----

Dauerparker Sommer (1)  85,00     259,63                 8,48

Dauerparker Winter (1) 110,50     328,90                 8,96

Nachtparken Sommer (1)  55,00     123,00                 7,47

Nachtparken Winter (1)  55,00     147,60                 4,82

(1) Monatsmiete

Die meisten Parkgaragen (17 von 20) verrechnen pro angefangener
Stunde, zwei pro halber Stunde. In einer Parkgarage mussten
mindestens drei Stunden bezahlt werden. Die AK Erhebung zeigt: Wird
die Parkdauer von einer Stunde nur um eine Minute überschritten,
verlangen 40 Prozent der untersuchten Garagen eine volle neue Stunde.
Wird also beispielsweise 61 Minuten geparkt, muss der Konsument
insgesamt zwei Stunden zahlen. 60 Prozent der Parkgaragen sind
tolerant, wenn die Parkstunde geringfügig überschritten wird, wobei
die Toleranzgrenze zwsichen zwei und zehn Minuten liegt.

Es ist nicht einsehbar, dass nur bei einer minimalen
Überschreitung einer Parkstunde schon eine volle neue Stunde
zusätzlich gezahlt werden muss, sagen die AK Konsumentenschützer.
Daher fordert die AK: Wird eine Parkstunde bis zu zehn Minuten
überschritten, sollen alle Parkgaragen dafür keine weitere Stunde
verrechnen. Was bei 60 Prozent der Garagen geht, wird wohl für alle
Garagen möglich sein.

SERVICE: Die Erhebung unter www.konsumentenschutz.at.

Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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