- 25.06.2004, 13:42:42
- /
- OTS0166 OTW0166
Infineon legt in Villach Grundstein für Forschungszentrum
LH Haider streicht Standortvorteile Kärntens hervor - 270 Forschungsarbeitsplätze in Villach bedeuten auch Standortsicherung
Klagenfurt (LPD)- Mit einer feierlichen Grundsteinlegung wurde
heute, Freitag, in Villach die Basis für das neue Forschungszentrum
des weltweit operierenden Bereichs Automobil- und Industrieelektronik
(AI) der Infineon Technologies Austria AG gesetzt. 270 Forscher
werden in dem neuen Gebäude Platz finden, gleichzeitig bedeutet die
Konzentration von AI laut dem Konzernvorstand eine entscheidende
Standortsicherung für Villach. Unter den zahlreichen Ehrengästen aus
Politik, Wirtschaft und öffentlichen Leben fanden sich daher auch
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Landeshauptmann Jörg Haider
sowie die Landesräte Reinhart Rohr und Josef Martinz bei der Feier
ein.
Der Landeshauptmann strich die große Bedeutung des neuen
Forschungszentrums für Kärnten bzw. Österreich hervor. "Wir sind nun
Hauptspieler im Rahmen eines internationalen Konzerns und die Zukunft
gehört jenen Standorten, die auf Forschung und Entwicklung setzen",
meinte Haider. So werde der Standort entscheidend gefestigt, da man
nicht allein von der Produktion abhängig sei, die allgemein in
mehreren Regionen von Absiedlung betroffen sei. Außerdem könne
speziell der Automotive Bereich auf ein enormes Wachstumspotential
verweisen.
Weiters verwies der Landeshauptmann auf die positive
wirtschaftliche Entwicklung Kärntens, die Studien mehrerer Institute
bestätigten. Ausgezeichnete Daten bei Wirtschaftswachstum,
Wertschöpfung und Beschäftigung seien u.a. auf die neue
Wirtschaftsstruktur mit Konzentration auf den Elektronik und
Softwarebereich verbunden. "Diese Entwicklungsschübe zeigen, dass
sich das Land in die richtige Richtung bewegt und Kärnten auch für
die internationalen Entscheidungsträgern als Standort attraktiv ist",
meinte der Landeshauptmann. IT-Programme im Bildungswesen und
entsprechende Weichenstellungen im Universitäts- und
Fachhochschulbereich sowie der Ausbau der Infrastruktur würden hier
ebenfalls wichtiges beitragen. Einen weiteren Vorteil Kärntens bzw.
Österreichs im Wettbewerb mit anderen Standorten liefere die
Steuerreform, in deren Rahmen beispielsweise die Körperschaftssteuer
von 34 auf 25 Prozent gesenkt worden sei.
Für Wirtschaftsminister Bartenstein reicht die Bedeutung
Infineons weit über Kärnten hinaus. Die Ansiedlung des neuen
Konzern-Headquarters in Villach sei auch ein Beweis für die Kompetenz
des Standortes sowie die gute Wirtschaftspolitik in Kärnten und
Österreich. Weiters strich Bartenstein die gute Zusammenarbeit
zwischen Stadt Villach, Land und Bund bei der Baubewilligung hervor,
die in Weltrekordzeit über die Bühne gegangen sei. Als
Standortvorteil hob er außerdem die "Neuordnung der
Forschungslandschaft" in Österreich mit umfangreichen
Förderprogrammen hervor.
Reinhard Ploss, weltweiter AI-Chef der Infineon und
Vorstandsvorsitzender der österreichischen Infineon Technologies
Austria AG, sieht in der Grundsteinlegung für das neue Gebäude eine
schöne Symbolik für die stetige Weiterentwicklung am Standort
Villach. Infineon Österreich habe durch gute Forschungs- und
Entwicklungsergebnisse sowie durch hochqualitative Produktion einen
großen Anteil am Erfolg des Bereichs Automobil- und
Industrieelektronik. Für Villach bedeute die Konzentration von AI
einerseits Standortsicherung und andererseits werde der Weg, das
Geschäftsgebietes AI zur Nummer Eins am Weltmarkt zu machen, kräftig
unterstützt. Infineon sei bereits die Nummer Eins am europäischen
Automobilelektronik-Markt und nehme weltweit den zweiten Rang ein.
In das neue Forschungsgebäude wurde rund 7,7 Mio. Euro
investiert, es wird auf einer Nutzfläche von 5.230 Quadratmetern 270
Mitarbeitern Platz bieten. Bei der heutigen Grundsteinlegung wurde
von den Ehrengästen eine sogenannte "Timebox" mit symbolträchtigen
Gegenständen gefüllt, die später - für Besucher sichtbar - im
Fußboden eingefügt werden soll. Für den Österreichischen
Infineon-Vorstand waren heute neben Reinhard Ploss auch Werner Reczek
und Monika Kircher-Kohl anwesend. Aus dem Bereich Wirtschaft
vertreten waren Arbeiterkammer-Direktor Erwein Paska, Hermann Hirsch
von der Wirtschaftskammer Kärnten, Othmar Petschnig und Claudia
Mischensky von der Industriellenvereinigung sowie die Geschäftsführer
der Entwicklungsagentur Kärnten, Peter Schark und Sabrina Schütz,
bzw. des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds, Erhard Juritsch und
Hans Schönegger. Ebenfalls mitgefeiert haben Villachs
Vizebürgermeister Richard Pfeiler und Bezirkshauptmann Harald
Kastner.
Die Infineon Technologies Austria AG mit Sitz in Villach sowie
Forschungs- und Entwicklungszentren in Villach, Graz und Linz
generierte im Geschäftsjahr 2003 einen Gesamtumsatz von 533 Mio. Euro
und beschäftigt österreichweit ca. 2.600 Mitarbeiter. Mit weltweit
rund 32.300 Beschäftigten erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2003
einen Umsatz von 6,15 Mrd. Euro.
(Schluss)
OTS0166 2004-06-25/13:42
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL






