- 25.06.2004, 12:39:15
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Pröll: Zucker-Entwurf geht zu weit und bringt zu wenig Perspektive
ZMO muss 10.000 österreichischen Bauernfamilien planbare Zukunft bieten
Wien (AIZ) - Auf Anfrage des AIZ stellte heute
Landwirtschaftsminister Josef Pröll zu dem kürzlich an die
Öffentlichkeit gesickerten Entwurf der EU-Generaldirektion
Landwirtschaft für eine Mitteilung der Kommission zur Reform der
EU-Zuckermarktordnung (ZMO) fest, dieser sei noch nicht die
offizielle von der gesamten Kommission getragene Meinung und man
müsse vor einer endgültigen Bewertung erst die für 14.07.2004
geplante offizielle Verabschiedung abwarten. Das, was an
Reformvorstellungen durchgesickert ist, "geht aber in der Frage der
Quoten- und Preiskürzungen absolut zu weit", sagte Pröll.
Pröll wiederholte, "ich bekenne mich eindeutig zu einer
Zuckermarktordnung, die klare planbare Perspektiven bietet, denn es
geht dabei für Österreich um viel - nämlich um 10.000 bäuerliche
Familien". Überraschend und "völlig ohne Notwendigkeit" sei daher für
ihn, dass die ZMO laut dem Entwurf nun offensichtlich ein Jahr früher
reformiert werden solle als es die Laufzeit der derzeit geltenden ZMO
bis 30.06.2006 und auch die erste Kommissionsmitteilung vom September
2003 vorgesehen haben. Auch mit der Befristung der neuen ZMO auf drei
Jahre bis 2007/08 sei, "so wie sich das jetzt in diesem noch nicht
endgültigen Entwurf darstellt, die notwendige Planbarkeit nicht
gegeben". Die definitive Positionierung werde er auf alle Fälle nach
Vorliegen des endgültigen Vorschlags im Agrarministerrat einnehmen.
(Schluss) pos
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OTS0134 2004-06-25/12:39
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